Hardware
16.03.2014

Creative T15 Wireless Test: Mobile Boxen fest verankert

Die Bluetooth-Boxen Creative T15 im Test: Auf der IFA im letzten Jahr präsentierten die Jungs von Creative nicht nur drei brandneue Headsets, sondern darüber hinaus auch weitere Bluetooth-Lautsprecher. So stellte man das 2.1-Set T4 Wireless vor, aber darüber hinaus noch zwei weitere Boxen als 2.0 System: Das T30 Wireless und das T15 Wireless. Nun haben wir hier letzteres vorliegen und sagen euch, was das Creative T15 Wireless im Test leisten konnte.


Nachdem wir bereits die Edifier C2XD im Test hatten und uns das Schmuckstück etwas genauer angesehen haben, widmen wir uns nun einem weiteren Soundpaket, das allerdings an anderer Stelle punkten soll: Es ist mobil, mit Bluetooth ausgestattet und kommt wesentlich minimalistischer daher. Fokussieren auf das Wesentliche sozusagen?

Mit einem dezenten schwarzen Design trumpft Creative bei den T15 Wireless Speakern auf und macht einen recht unscheinbaren Eindruck. Allerdings sind die doch recht günstigen Bluetooth-Lautsprecher, die gerade mal mit 70 Euro zu Buche schlagen, für ihre Preisklasse mehr als nur zu empfehlen, doch wie das im Detail aussieht, erfahrt ihr wie gewohnt in den folgenden Zeilen.

Creative T15 Wireless Frontansicht

Lieferumfang: Alles dabei?

Beim Lieferumfang ist wie gewohnt nichts Besonderes zu erwarten. In die Verpackung legt der Hardware-Hersteller und Multimedia-Spezialist Creative lediglich die Sachen bei, die man wirklich braucht, was ich generell immer sehr begrüße. Ein Hoch auf Minimalismus!

Zu finden sind im Karton demnach die beiden Speaker, schön eingepackt in Polsterfolie, damit den Creative T15 Wireless auch bloß nichts passiert, ein Stromkabel inklusive Netzstecker sowie diversen Papierkram, wie beispielsweise Garantiehinweise und die Anleitung. Aber letzteres braucht man wohl kaum zu erwähnen.

Schade finde ich in dem Fall jedoch, dass kein 3,5 mm Line-in Kabel mitgeliefert wurde. Das ist zwar nicht unbedingt notwendig, doch da das 2.0 System die Möglichkeit bietet, neben Bluetooth auch noch per Kabel angeschlossen zu werden, wäre hier ein Kabel wünschenswert gewesen – auch und gerade weil es nicht gerade teuer ist. So muss sich der Käufer jedoch, im Falle des direkten Anschließens an den PC oder anderen Geräten, um ein solches Kabel bemühen.

Um das Ganze kurz und bündig in der Übersicht zu haben:
  • Zwei Satellitenlautsprecher
  • Netzteil
  • Netzstecker
  • Informationsblatt zu Sicherheit und Garantie
  • Kurzanleitung

Creative T15 Wireless Bluetooth

Technischen Daten des Creative T15

Konfiguration2.0 System
Linker Satellit200,0 x 90,0 x 170,0 mm (940 g)
Rechter Satellit200,0 x 90,0 x 180,0 mm (1060 g)
Kabellängeca. 1,5 Meter
Unterstützte GeräteMobil- & Smart-Geräte mit A2DP-fähiger Bluetooth-Technologie
Unterstützte CodecsSBC
Bluetooth-Version2.1 + EDR (Enhanced Data Rate)
Bluetooth-ProfilA2DP (Kabellose Stereosignalübertragung via Bluetooth)

Ersteindruck beim Auspacken

Wie oben bereits schon erwähnt, kommen die Creative T15 Wireless Boxen in einem sehr schlichten schwarzen Design daher. Positiv anzumerken ist hier für mich, dass die Speaker nicht komplett mit dem äußerst tollen Klavierlack (Achtung: Ironie!) überzogen sind, sondern diese tolle und optische Erfindung sich lediglich auf die Fronten bezieht.

Offtopic: Ich weiß ja immer noch nicht, was sich die Industrie dabei gedacht hat? Ich mein es sieht toll aus, aber mittlerweile hat man die Staubfänger-Oberfläche nahezu bei allen Geräten. Sogar vor Tastaturen und Mäusen macht man nicht halt und tappt dann mit seinen fettigen Fingern drauf rum. Nun mal ganz abgesehen vom geliebten Staub. Möglicherweise, aber wirklich nur möglicherweise, ist hier von einer Kooperation von Swiffer und den Helden der Industrie auszugehen. ;-)

Auf den ersten Blick wirken die Boxen solide. Scheinen ordentlich verbaut worden zu sein und weißen keinerlei Mängel auf. Die Knöpfe haben einen guten Halt und lassen so keine Möglichkeit für großartige und berechtigte Kritik offen.

Creative T15 Wireless Lautstärkeregelung

Optik und Verarbeitung: Hält es, was es verspricht?

Schaut man sich die Bluetooth Boxen mal genauer an, bestätigt sich der erste Eindruck. Die Speaker sind sachgemäß verarbeitet, fühlen sich in Ordnung und schwer an. Man könnte sogar sagen, dass sie unter Anbetracht der Werbung (“tragbare Bluetooth Lautsprecher”) schon fast ein wenig zu schwer und groß sind. Jedoch sehe ich hier kein Problem: Tragbar sind sie und man darf nicht vergessen, dass sie auch fest an den PC oder Smartphone angeschlossen werden können.

Was mir jedoch nicht ganz so gut gefällt, ist die Tatsache, dass die Verkabelungen doch recht dünn und billig wirken. Hier hat Creative eindeutig ein paar Cent sparen wollen, denn ordentlich abgeschirmt sind sie in keinem Fall. Doch wirklich merkbare Störgeräusche durch die Handystrahlungen konnte ich im Test nicht feststellen – weder während des Tests am PC noch als praktische Badezimmer und Schlafzimmer Boxen, die ich mit dem Smartphone bespaßt habe. Dennoch muss man sich hier der Tatsache bewusst sein, dass es je nach Einsatz durchaus stören könnte. Und ich sage hier bewusst “könnte”!

Auf der Vorderseite begegnet uns der Ein- und Ausschalter für die Bluetooth-Funktion, ein Regler für die Lautstärke, der auch gleichzeitig der Ausschalter ist,  und ein weiterer mit der Beschriftung “Tone” – hier stellen wir die Höhen und Bässe mit einem einzigen Regler ein und steuern somit das Soundempfinden.

Auf der Rückseite der rechten Boxen finden wir einen Kopfhöreranschluss (den man natürlich nur in dem Fall benötigt, dass sie statisch am PC angeschlossen sind und deutlich besser auf der Vorderseite aufgehoben wäre), die Line-In-Buche sowie die Verkabelung zwischen den Speakern und dem Stromanschluss.

Creative T15 Wireless im Regal

Anschluss und Bedienung: Einfach oder kompliziert?

Was nicht viel bietet, kann in der Regel auch nicht kompliziert sein – ich rede hier noch nicht über den Sound, sondern rein über den Lieferumfang des Creative T15 Wireless. Und hier punktet Creative eindeutig. Der Anschluss ist kinderleicht und wirklich für nahezu jeden (auch ohne Anleitung) zu bewältigen. Plug & Play sozusagen.

Wer dann doch eine Anleitung braucht oder den “komplizierten” Vorgang verdeutlicht haben möchte:

  1. Boxen aus dem Karton und Folie auspacken
  2. Stromkabel mit den Boxen und Steckdose verbinden
  3. Die beiden Lautsprecher mit dem bereits verbauten Kabel verbinden
  4. Spaß haben

Ich habe nun bewusst den Schritt übersprungen, bei dem es darum geht die Lautsprecher an den PC anzuschließen oder gar per Bluetooth zu verbinden. Was natürlich auch keine Hürde darstellt. Einfach Boxen anschalten, Bluetooth am Handy oder dem gewünschten Gerät aktivieren, mit den Creative T15 Wireless verbinden und “Play” drücken.

Wünschenswert wäre nur eine genauere und auffälligere Markierung an den Reglern des Systems gewesen, denn diese sind ebenfalls wie die Boxen an sich in Schwarz gehalten. Ist der Raum nicht gerade beleuchtet, heißt es ausprobieren und abtasten, um die Position zu bestimmen. Ein Blau oder gar Weiß wären hier als Farben denkbar gewesen.

Creative T15 Wireless: So sieht die Praxis aus

Wie oben bereits erwähnt, hatte ich die Boxen sowohl am PC angeschlossen, als auch über das Handy angesteuert und sie im Badezimmer und Schlafzimmer platziert. Im Letzteren bleiben sie nun auch stehen, was nicht zuletzt an der generellen Feuchtigkeit in Badezimmern liegt.

Warum nicht am PC wird sich nun der Ein oder Andere sicherlich fragen? Ganz einfach: Hier gibt es in der Preisklasse bereits bessere Alternativen, weshalb ich die Bluetooth Boxen da einsetze, wo sie ihr Potential entfalten: Bei der mobilen Nutzung und spontan mittels Handy angesteuert – flexibel und immer griffbereit, um sie schnell mal einzupacken und mitzunehmen.

Vorkonfiguriert: Gut oder schlecht?

Das 2.0 System T15 Wireless ist in der Hinsicht vorkonfiguriert, dass der Neigungswinkel auf 10° nach oben eingestellt ist. Hiermit will Creative bewirken, dass der Sound sich im gesamten Raum bestmöglich entfaltet und ja, das ist auch soweit korrekt, doch die Möglichkeit die Boxen frei einzustellen, ist nicht gegeben. Aber das erwartet man in der Preisklasse auch gar nicht. Obwohl sie dadurch bei dem Einsatz an einer höher gelegenen Position deutliche Abzüge bekommen würden.

Creative T15 Wireless 10° Neigungswinkel

BasXPort-Technologie und Klangqualität?

Das Fehlen des Subwoofers will der Hersteller mit der verbauten BasXport-Technologie (bekannt aus den Gigaworks-Systemen) wieder wett machen und gelingt auch zum größten Teil. Es ist schon fast unfassbar, was mit dieser Technologie für ein Bass aus so vergleichsweise kleinen Boxen erzeugt werden kann. An einen ordentlichen Subwoofer reicht es aber natürlich nicht heran, aber das kann man bei einem solch günstigen Preis auch keinesfalls erwarten.

Bei der Klangqualität gibt es in dem Preissegment aber nicht viel zu meckern und überzeugt gerade in den Höhen. Aber auch die mittleren Töne kommen gut rüber. Den Klang könnte man als wohlig warm und durchaus angenehm empfinden. Was negativ auffällt ist dann aber doch die Tatsache, dass sich der Bass nicht separat ansteuern lässt. Je nach dem kann ich hier die Möglichkeit empfehlen, mit dem im Handy integrierten Synthesizer die letzten Feinheiten abzustimmen. 98 Prozent aller Besitzer werden das aber nicht brauchen und bereits mit dem Regler zufrieden sein!

Creative T15 Wireless BasXPort Technology

Stromsparend: Super Sache!

Was wirklich positiv hervorgehoben werden muss, ist die Tatsache, dass sich die Creative T15 Wireless von alleine ausschalten, wenn sich gerade keine Musik wiedergeben. Eine genaue Zeitangabe kann ich gerade nicht liefern, da ich es nicht so genau verfolgt habe.

Fazit: Rundes Paket für kleinen Preis

Silber Award Creative T15 WirelessWer ein flexibles Gesamtpaket sucht, das überall einsetzbar ist und unter Umständen auch am Notebook oder den PC eingesetzt werden soll, kann hier mit gutem Gewissen zugreifen und braucht sich keine Sorgen machen. Soundmäßig wird man hier im Preis-/Leistungsverhältnis keinesfalls enttäuscht und optisch passen sie einfach überall hin. Empfehlen würde ich dennoch separate Lautsprecher für den PC – hier gibt es einfach bessere in der Preisklasse, doch zwei Boxensysteme sind teurer als eines: Hier muss man einfach abwägen.

Abzüge gibt es in der Verarbeitung der Kabel zwischen den Bluetooth-Boxen. Die Kabel an sich sind nämlich nichts besonderes und eher Billigware – hier hätte man sich zumindest etwas hochwertigeres gewünscht. Zudem fällt noch negativ auf, dass kein 3,5 Line-In Kabel im Lieferumfang enthalten ist. Wenn man davon weiß, ist es aber kein Problem und für den Fall, dass man die T15 nur mobil einsetzen möchte, braucht man es sowieso nicht.

Die fehlende NFC-Unterstützung ist bewusst kein Kritikpunkt, da man diese im vorhandenen Preissegment einfach nicht erwarten braucht.

Wertung

  • Unscheinbares Aussehen
  • Plug & Play: Alles sehr einfach!
  • Automatisches Abschalten der Boxen
  • Freie Wahl ob man Bluetooth einsetzt oder nicht
  • Kopfhörer-Anschluss

  • Bass und Höhen sind nicht getrennt einstellbar
  • Glavierlack an der Front (Geschmackssache!)
  • Billige Kabel
  • Neigungswinkel fest voreingestellt


Verarbeitung75

Leistung88

Preis82

Gesamtwertung
82/100



Über Michael
Artikel, Tests und die Kommunikation sind Aufgabenbereiche von Michael. Zudem ist sein Part das äußerliche Erscheinungsbild und die Vermarktung der Plattform.

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Ralf
Mittwoch, 12.11.2014

Moin,

vielen Dank für deinen ausführlichen Testbericht. Ich bin momentan auf der Suche nach vernünftigen (nicht high-quality) Bluetooth-Boxen für mein Notebook und werde mich wohl, nicht zuletzt durch deinen Testbericht, für die T15 entscheiden.

Eine Sache, die du bemängelst, ist die fehlende NFC-Funktion. Diese kannst du nach belieben für JEDE Bluetooth-Box „nachrüsten“- hierzu brauch man sich nur einen entsprechenden NFC-Tag kaufen. Ein solcher Tag wird in Form eines Aufklebers geliefert (alternativ Schlüsselanhänger, o.ä.) und du kannst den Aufkleber beliebig platzieren. Das hat einen großen Vorteil, denn du kannst somit den Aufkleber auch unabhängig von den Boxen platzieren (z.B. wenn die Boxen nicht leicht erreichbar sind) – beispielsweise unter der Schreibtischplatte….

VG


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