Hardware
05.05.2014

Cooler Master Nepton 240M Test / Review: Kalt wie die Nordsee

Heute testen wir die neue Cooler Master Nepton 240M. Eine preisgünstige 240mm Kompaktwasserkühlung, die mit einem Radiator und zwei Lüftern arbeitet. Diese All-In-One Kühlung ist dafür gedacht, auch in kleineren PC Gehäuse moderate Kühlleistungen zu erbringen. Zudem kommt sie für einen durchaus fairen Preis in den Handel und ist schon für 90 Euro erhältlich. Mehr nach dem Break.

Und noch einmal mit Gefühl

Die Nepton 240M Kompaktwasserkühlung setzt auf den selben Radiator, der schon in den vorhergehenden Modellen zum Einsatz kam, jedoch wurden einige Verbesserungen an der Pumpe und anderen Teilen vorgenommen, die alten Lüfter wurden gegen Low-Noise-Fans getauscht und ein neues Design eingeführt. Laut Cooler Master soll die Pumpe extrem laufruhig sein und bei einer Förderrate von 120 Litern in der Stunde gerade mal 11 dBA laut werden. Auch der Wasserblock mit der integrierten Pumpe wurde komplett überarbeitet und soll nun dank verbesserter Oberfläche eine bessere Kühlung bieten.

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Noch ein paar Worte zu Cooler Master (zum Hersteller), welcher ein Hardware Hersteller aus Taiwan ist und schon seit 1992 eine breite Palette an Zubehör an Computergehäusen, Netzteile, Kühler, Notebook-Kühler und anderes Zubehör im Angebot hat. Neben Privatkunden ist Cooler Master auch ein beliebter Lieferant für OEM-Kühllösungen und kooperiert mit vielen Marken der Computer-Industrie, einschließlich NVIDIA (VGA Kühler), AMD (CPU-Kühler) und EVGA (Motherboard Kühlkörper). In den letzten Jahren hat das Unternehmen seinen Betrieb und seine Marke in den Gaming-Communities und Sponsoren-Großveranstaltungen wie KODE5 stark ausgeweitet. Einige Produkte von Cooler Master gewannen internationale Auszeichnungen wie den iF product design award 2008.

Wartungsfrei und einfach zu installieren mit toller Performance

Zurück zum Test: Die Nepton 250 als AIO-Kühlung fungiert als geschlossener Kreislauf, ist wartungsfrei und erfordert außerdem nur einen geringen Installationsaufwand. Somit kommt die 240M zwar demontiert, jedoch getestet, vorgefüllt und versiegelt direkt vom Werk und verspricht einige Jahre wartungsfreien Kühlspaß. Des Weiteren passt die Pumpe auf die neuesten Sockel von Intel und AMD, hierbei eingeschlossen der LGA 1155/1156/2011 und der FM2 Sockel von AMD. Mit der Nepton 240M haben wir heute eine der preiswerteren Kühlungen im Test, die dennoch gute Kühlwerte verspricht und auch zum Übertakten geeignet sein soll. Im Verlauf des Tests werden wir sehen, wie sich das gute Stück schlägt und ob die Kühlleistung ausreichen ist.

Das Kit kommt mit zwei 120 mm Lüftern, einem 280 mm Radiator, Kühlblock mit integrierter Pumpe und beleuchtetem Logo, Schläuchen und den nötigen Kabeln und Schrauben, um die Wasserkühlung ins Gehäuse zu montieren.

Technische Daten

Modellname:Nepton 240M
CPU Socket:Mechanische Gaming-Tastatur
Typ:Intel LGA 775, 1150, 1155, 1156, LGA 1366, 2011+AMD AM2(+), AM3(+), FM1, FM2, FM2+
Maße:274 x 119 x 27 mm (LxBxW)
Lüfter:2 x 120x25mm PWM (800 – 2400 ± 10%)
Material:Grundplatte vernickeltRadiator aus AluminiumSchläuche aus FEP
Features:NKEY Rollover, 21 Makrotasten
Tasten:Cherry MX Black (mechanisch)
Auslösedruck: ca. 60 g
Auslösehöhe: 2 mm (4 mm bis zum Boden)
Zusätzliche Tasten:13x dedizierte Makro-Tasten
8x Makro-Tasten
4x Multimedia-Tasten
On-Board-Speicher: 4 MB
WärmeleitpasteTube (im Set enthalten)
Garantie:5 Jahre laut Hersteller
Preis:circa 90 Euro (Straßenpreis)

Auch wenn ich nicht allzu gerne über die Verpackung schwadroniere, müssen wir wenigstens ein oder zwei Sätze dazu äußern. Hier bleibt wie erwartet nicht viel zu wünschen übrig. Alle Teile sind sortiert und sauber verpackt. Einmal geöffnet findet man Radiator, Schläuche und die Pumpe mit kombinierten Kühlblock vor sowie das nötige Drumherum mit Montagezubehör.

Fast grenzenlos kompatibel

Die Backplate unterstützt eine große Bandbreite an CPU Sockeln und wird benötigt, um den Kühlblock beziehungsweise Pumpe auf der anderen Seite einen stabilen Halt zu geben, während sie auf dem Prozessor aufliegt. Man kann mit der Nepton 240M auch Intel LGA 2011 / 1366 / 1156 / 1155 / 1150 / 775 und AMD Socket FM2 / FM1 / AM3+ / AM3 / AM2+ / AM2 betreiben. Demnach sollte eigentlich für jeden aktuellen Prozessor der letzten 5 Jahre eine passende Halterung vorhanden sein.

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Bevor es aber losgeht, müssen wir die beiden variablen PMW-Lüfter am Radiator anbringen (jeder 120 mm). Beide Lüfter sind vorverkabelt und bereits an einen Connector angeschlossen und können von einem RPM / WPM Controller auf dem Motherboard angesteuert werden oder nach Belieben von einem normalen Fan Controller. Da kommen wir aber später noch mal drauf zurück. Die Lüfter sind recht gute Stücke und beide erreichen Drehzahlen von 800-2400 Umdrehungen. Man hört sie aber, wenn der Rechner stark übertaktet ist und viel Wärme generiert; in nicht übertakteten Situationen sind die Lüfter absolut laufruhig und leise.

Wenn wir uns das Kit ein wenig genauer anschauen und die Pumpe in Augenschein nehmen, fällt auf, dass die Oberseite des Kühlblocks angenehm klein ausgefallen ist und das Logo von Cooler Master weiß beleuchtet ist.

Der Zusammenbau und die Praxis

So nun ist es an der Zeit, den Einbau der Kompaktwasserkühlung vorzubereiten. Zuerst montieren wir die zwei Lüfter auf dem Radiator mit jeweils vier Schreiben. Hierbei sollte man aber nicht vergessen, denn Gummirahmen zwischen Radiatoren und Lüftern einzulegen, da dieser die Vibrationen minimiert und weniger Lärm erzeugt. Nachdem dieser Vorgang erledigt ist, ist es an der Zeit zu entscheiden, wo der Radiator im Gehäuse befestigt werden soll und wie die Schläuche verlegt werden sollen. Hierbei ist anzumerken, dass die Schläuche angenehm lang ausgefallen sind und obwohl sie über eine gewisse Steifigkeit verfügen, hat man einige Freiheiten beim Verlegen.

Die beiden Lüfter können zusammen über ein Y-Splitter-Kabel angeschlossen werden, welches in der Verpackung enthalten ist und am CPU Fan (oder welche Quelle ihr zur Kontrolle der Lüfter haben wollt) benutzt wird. Hierbei möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass das Mainboard die PWM Lüfter ansteuert und nach Temperatur und Spannung die Drehzahl regelt.

Alles fertig in gerade mal 20 Minuten

Um den Kühlblock mit der eingebauten Pumpe zu befestigen, ist gar nicht so viel Aufwand nötig. Jedoch muss man eventuell das Mainboard ausbauen, um die Backplate auf der Rückseite der Platine zu befestigen. Sollte man ein neueres Gehäuse sein Eigen nennen, wird auf der Rückseite des Mainboard Trays wahrscheinlich eine entsprechende Aussparung zur Verfügung stehen, um besagte Backplate anzubringen. Zuerst muss man diese aber vorbereiten und die Schrauben und Abstandshalter an die entsprechende Position bringen.

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Basismäßig läuft das so ab: erst Backplate dann Mainboard und dann die Halterungen für die Pumpe. Danach kann man auch schon den Kühlkörper auf die CPU setzen. Ist der Kühler erst mal in Position, sollte man die Halterungsschrauben vorsichtig und gleichmäßig anziehen. Hierbei kommt höchstwahrscheinlich ein Schraubenzieher zum Einsatz um die Schrauben fest anzuziehen (aber nicht zu fest). Ist dies einmal erledigt, kann man nun die Pumpe an den Mainboard FAN Controller anschließen. Das stellt sicher, dass die Nepton 240M mit genügend Saft versorgt wird. Inklusive Mainboard-Einbau könnt ihr circa 20 Minuten für die Montage der AIO Kühlung veranschlagen.

Ist die Wasserkühlung erst einmal in Betrieb, wird auch das CM Logo weiß beleuchtet und in dem Fall zeigt es auch an, dass die Pumpe aktiv ist und arbeitet. Und zusammengefasst war es das auch schon mit der Installation. Dies alles verläuft sauber, einfach und simpler als gewisse Installationsvorgänge an der Corsair H55 oder Antec H20 950 (zum Test), wo vier Hände beim Einbau mehr als wünschenswert sind.

Das Testsystem

  • Intel Corel i5-2310K @2,9 GHz
  • ASUS P67 Deluxe
  • Corsair 8 GB @ 1600 MHz
  • Gigabyte GTX 650ti OC
    • Samsung Evo 840 256 GB
    • Western Digital Caviar Green 1TB
    • Betriebsystem: Windows 8.1 x64

In diesem Fall wollen wir primär für eine bessere Kühlung in unserem System sorgen und mit dem Standardkühler kam der i5 auf 38 Grad Celsius im Idle und 60 Grad unter Vollast. Mit der neuen Nepton 240M wird die CPU sogar nur noch 22 Grad warm und unter Last nicht über 51 Grad Celcius. Auch der nervige Lüfterlärm konnte durch den Einbau der Kompaktwasserkühlung erfolgreich eliminiert werden und so wird die Nepton 240M nicht lauter als 30 – 41 Db (A).

Im Gesamten gefällt uns die Nepton 240M sehr gut und das Kit kann sich souverän in den Mainstream Markt der AIO-Kühlungen einordnen. Das gilt für alle Attribute Preis, Leistung und Aussehen. In diesem Sinne müssen wir einfach noch mal drauf hinweisen, dass das Produkt extrem leise ist und auch noch viel hübscher als seine Vorgänger aussieht.

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Und wir möchten hier noch mal gerne erwähnen, dass die neuen Lüfter der Nepton-Serie eine echte Steigerung sind und erst, wenn man Temperaturen jenseits der 75 Grad Celsius Grenze erreicht, nervig laut werden. In unserem Praxistest zeigte die Nepton 240M eine gute Kühlperformance und eignet sich auch hervorragend, um die CPU bei Bedarf noch mal ordentlich zu übertakten. Zusammenfassend ist Cooler Master das Redesign der Nepton gelungen und die einfache Installation überzeugt. Und so bleibt nur zu sagen, dass die Nepton 240M im neuen Gewand, in fast jedem Gehäuse toll aussieht.

Fazit zur Cooler Master Nepton 240M

award-90Cooler Master zielt mit der Nepton 240M auf die Mainstream User, nicht auf Enthusiasten und Extrem-Übertakter, jedoch bringt die AIO eine sehr gute Performance für einen 240 mm Radiator. Hier möchten wir noch mal drauf hinweisen, dass man für eine individuelle Wasserkühlung schon um die 200 – 300 Euro für Schläuche, Radiator, Kühler, Reservoir und so weiter hinblättert und dabei erst mal die CPU gekühlt hat. Die Nepton 240M ist hingegen schon ab 90 Euro verfügbar und auch in Vergleich zu anderen Kompaktkühlungen ein sehr gutes Preisverhältnis.

Die Nepton 240M bietet eine einfache Installation, die auch wenige erfahrene Nutzer handlen können, einen coolen Look und eine gute Performance. So kann es durchaus mit den bereits von uns getesteten AIO-Wasserkühlungen mithalten und bietet noch genug Freiraum, um auch starke CPUs zu übertakten. Natürlich kann man hier auch mit einem klassischen Heatpipe-Kühler arbeiten, der vielleicht noch effektivere Leistung bietet. Aber dafür sieht die Nepton 240M viel cooler aus und ist bedeutend leiser.

Als K.O. Argument kommt hinzu, dass das Platzmanagement effizienter ist und man mehr Platz hat, um am Mainboard Änderungen vorzunehmen. Ich kenne CPU-Kühler, wo man kaum noch den Arbeitsspeicher wechseln kann, weil der riesige Kühlblock soviel Platz wegnimmt. Wir empfehlen das Kit definitiv und obwohl es nicht in der Enthusiasten-Klasse spielt, biete es eine gute Kühlung und geräuscharmes Arbeiten zu einem fairen Preis. Und natürlich sollte man die 5 Jahre Garantie nicht außer Acht lassen. Hier sprechen wir sehr gerne die Kaufempfehlung aus und der Gold Award ist natürlich ebenso verdient.

Pro und Kontra

  • Saubere Verarbeitung
  • Gute Performance
  • Leise
  • Günstig

  • Lüfter könnten unter Last leiser sein
  • Bodenplatte könnte gleichmäßiger sein


Wertung

Verarbeitung91

Leistung92

Preis88

Gesamtwertung
90/100

Amazonab 100,43 €

Über Patrick
Patrick ist hauptverantwortlich für den redaktionellen Part von RIGGED und sorgt dafür, dass ihr immer auf dem neuesten Stand rund um Technik, Mobile und Games seid. Darüber hinaus betreut und bespaßt er die Social Media Kanäle.

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michel polzin
Dienstag, 01.12.2015

i7 4790k bin gespannt wie kühl der zu kriegen ist in bf4 auf 4,4 Ghz mit luft bin ich bei 65 grad hoffe komme ca auf 50 grad mal schauen


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