Hardware
10.11.2014

BenQ XL2430T Test / Review – 144Hz Gaming Monitor im Fokus

BenQ stellt sich immer weiter auch auf Gamer ein und will diese mit dem XL2430T zu neuen Highscores verhelfen. Mit viel technischer Finesse soll aus dem Monitor ein Arbeitsgerät für Spieler werden, auf das man nicht mehr verzichten mag. Grund genug für uns nach dem Gamescom Ersteindruck das Gerät auf den Schreibtisch zu stellen.

BenQ XL2430T Monitor

Ersteindruck des BenQ XL2430T

Schon auf der Gamescom waren Michael und ich begeistert vom Ersteindruck des Monitors. Natürlich war er dort nur anzuschauen und man wurde über die Vorteile des Geräts informiert, doch schon beim Auspacken erkennt man wie gut das Gerät verarbeitet ist. Die Halterung ist massiv, alles fühlt sich sehr wertig an und am Lieferumfang wurde nicht gegeizt. Schon beim Zusammenbau erkennt man wie viele Gedanken sich BenQ (zur Webseite) zum Thema Gaming gemacht hat, denn alle Veränderungen an der Ausrichtung des Monitors kann man „speichern“. Über kleine rote Dreh- und Schieberegler kann man die Drehung des Monitors (zum Standfuß) und die Höhe markieren. Wenn man dann das Gerät zum Beispiel für eine LAN-Party einpackt und wieder aufbaut, kann man genau sehen wie man das Gerät normal benutzt. Selbst die praktische und einfahrbare Halterung für das Headset wirkt sehr stabil und kräftig, so dass man keine Angst hat, dass diese schnell brechen könnte oder das Headset nicht packt. Da das Gerät nun aufgebaut ist und wir loslegen können, schauen wir nochmal aufs Datenblatt.

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Technische Daten

Hier dann erstmal die technischen Daten laut BenQ:

ModellnameBenQ XL2430T
Panel Typ60,96 cm / 24″ Wide LED TFT, TN
physikalische Auflösung1920 x 1080 Full-HD – 1080p / 16:9
Pixelabstand0,276 mm
Bilddiagonale / -fläche (B x H)609,6 mm / 531,36 x 298,89 mm
max. Farbtiefe16,7 Mio.
Betrachtungswinkel H / V170° / 160°
Kontrast (dynamisch)12 Mio:1
Helligkeit350 cd/m2
Reaktionszeit1 ms (GtG)

BenQ XL2430T Back

Die Software – Was bitte kann man nicht einstellen?

Der Umfang der Software „BenQ Display Pilot“ ist wirklich beachtenswert. Ich glaube BenQ hat wirklich alle Funktionen, die ein Monitor haben kann und alle Optionen die man verändern könnte in diese Software eingebaut, ohne dass man dabei den Überblick verliert. Wer direkt loslegen will kann einfach den „Autopiloten“ des BenQ XL2430T einschalten, und schon erkennt die Software selbstständig welches Spiel gestartet wird und stellt sich anhand vorgefertigter Profile darauf ein. Doch man kann sich auch stundenlang damit beschäftigen was die beste Mischung der Werte ist, und auch ich habe viel ausprobiert. Wenn man dann endlich aus den Untiefen der möglichen Einstellungen zurück ist, findet man auch noch praktische Dinge wie zum Beispiel den Monitor in „Partitionen“ einzuteilen, um verschiedene Fenster neben- oder untereinander fest anzuordnen. Und wem das noch nicht reicht und für diejenigen, die zwei Monitore haben, kann über die Software sogar eingestellt werden, dass man auf dem zweiten Monitor (auf dem eigentlich keine Taskleiste wäre) eine Taskleiste eingeblendet wird. Entweder mit allen offenen Fenstern oder nur mit denen der Programme, die auf diesem Monitor laufen. Das ist für einige Menschen sicher eine praktische Sache, ich brauche es nicht, aber es ist doch schön zu wissen, dass man sowas haben kann.

BenQXL2430TSW2

 BenQXL2430TSW4 BenQXL2430TSW3 BenQXL2430TSW1

Ab auf den Server und die Einstellungen testen.

Nachdem ich wirklich genug von der Software hatte, habe ich mit meinen Jungs eine Runde CS:GO auf der Map Inferno gespielt. Dank einer Technik namens „Black eQualizer“ werden alle dunklen Ecken im Spiel aufgehelllt, ohne dabei zu übertreiben oder den Kontrast zu verlieren. So konnte ich in den „dunklen Ecken“ im Spiel (z.B. Bombspot B, Mitte Rechts unter dem Vordach oder Mitte Links in der Ecke gegenüber der Bibliothek) die gegnerischen Spieler deutlich besser und schneller erkennen, als mit meinen normalen Monitoren (zufällig auch BenQ; aber drei Jahre alt). Dank der 144Hz, die der BenQ XL2430T Monitor schafft, kann mein PC auch seine Leistung voll ausspielen und das Spiel wirkt ein wenig flüssiger und direkter als auf anderen Monitoren. Zwischen den Runden oder wenn ich doch mal liquidiert wurde, habe ich mit dem Umschalter namens „S-Switch Arc“ die Einstellungen des Monitors direkt im Spiel noch ein wenig angepasst und im entsprechenden Profil gespeichert. Das klappte wirklich sehr gut und man konnte ja immer aufs „Original Profil“ zurück, um die Gengeprobe zu machen.

BenQ XL2430T Standfuß

Genug gespielt, wie ist die Verarbeitung

Wie eingangs schon gesagt ist alles sehr hochwertig und fühlt sich entsprechend gut an. Der Standfuß ist aus Metall und wirkt durch den schwarzen Anstrich sehr edel. Auf der Boden- beziehungsweise Grundplatte ist eine kleine Aussparung für den S-Switch Arc, so dass dieser auch nicht auf dem Schreibtisch rumfliegt. Doch es ist noch genug Platz für andere Dinge die man dort griffbereit ablegen könnte, wie USB Sticks mit der aktuellen CS Config oder dem Profil für den Gaming Monitor. Und wo wir gerade bei USB Sticks sind, der USB 3.0 Hub an der Seite des Monitors ist auf jeden Fall sehr praktisch und da hat BenQ wirklich mitgedacht. Auch das Loch im Arm ist praktisch für die Kabelführung, so dass man auch bequem die Pivot Funktion des Monitors nutzen kann, um diesen dann für eine bessere Darstellung von Dokumenten zu nutzen. Alle Bauteile fühlen sich sehr wertig und stabil an, da hat BenQ keinerlei Wünsche offen gelassen. Und einen „positiven Schritt zurück“ gab es für die Bedienung des OSD ohne den Arc. Sind viele Hersteller in der letzten Zeit dazu umgestiegen dies per „Touchknöpfe“ im Rahmen des Monitors zu machen, hat sich BenQ der Kritik (vor allem) der Gamer zugewandt und wieder richtige Knöpfe an der rechten Seite des Rahmens eingelassen. So hat man nicht nur wieder ein Feedback durch den Druckpunkt und weiß das man auch wirklich gedrückt hat, man kann sich auch nicht mehr so einfach „verdrücken“, wie es bei den Touchmodellen häufiger passiert ist. Ich finde dieser „Schritt zurück“ ist auf jedenfall eine Verbesserung, denn so ist es bequeme das Menü zu nutzen, sollte man mal eben schnell was umstellen wollen ohne wieder die mächtige Software starten zu müssen.

BenQ XL2430T

Fazit, oder wieso bitte habe ich noch keinen BenQ XL2430T?

Tja, ich denke die Überschrift ist schon ein kleiner Spoiler, doch fangen wir mit der Kritik an. Für viele wird natürlich der Preis von ungefähr 369 Euro ein Hinderniss sein, und das ist auch wirklich ein stolzer Preis. BenQ wird den Preis sicher mit der hohen Qualtität und der hochwertigen Verarbeitung rechtfertigen, womit sie auch eigentlich recht haben. Doch da fällt mir dann ein wenig negativ auf, dass z.B. das Verstellrad für die Markierung der Dreheinstellung nur aus Plastik ist, da hätte sich ein Ring aus Metall bei dem BenQ XL2430T sicher noch besser gemacht und hätte die Wertigkeit weiter unterstrichen. Und natürlich muss man das TN Panel erwähnen, was natürlich in Sachen Blickwinkel verbesserungsfähig wäre, doch da man in der Regel ja gerade vor dem Monitor sitzt und nicht daneben ist das zu vernachlässigen.

Wenn man diese Kritkpunkte im Kopf behält, ist der Monitor sonst nur ein ganz großer Wurf von BenQ. Der Test hat mir viel Spaß gemacht, denn das Bild war unglaublich scharf, es gab keine „Geisterbildung“ oder ein „Nachhallen“ des Bildes bei schnellen Bewegungen und die vielen verschiedenen kleinen Gimmicks, wie „Black eQualizer“ oder der Umschalter lassen das Zockerherz gleich mal einen riesen Sprung machen. Müsste ich nicht gleich zwei davon auf den Schreibtisch stellen (ich brauche zwei gleiche Monitore… Symmetrie in Sachen Monitor), würde ich ohne zu zögern den BenQ XL2430T kaufen, doch so muss ich wohl warten bis ein Nachfolger kommt und er günstiger wird. Doch wer nur einen Monitor braucht oder damit leben kann, verschiedene Monitore auf dem Schreibtisch stehen zu haben oder gar nur eine benötigt, sollte sich dieses Gerät auf jeden Fall genauer anschauen!

Wer auf der Suche nach einem günstigeren Modell ist, kann einen Blick in unseren Artikel „Die besten Gaming Monitore unter 200 Euro“ werfe.

Pro und Kontra

  • Hervorragende Verarbeitung und Materialien
  • Gestochen scharfes Bild ohne Bewegungsunschärfe
  • Viele praktische Funktionen für Spieler

  • Recht hoher Preis
  • Blickwinkel durch TN Panel eingeschränkt


Wertung

Verarbeitung92

Leistung90

Preis89

Gesamtwertung
90/100

Amazonab 369,00 €

Über Marcus
Neben der technischen Überwachung & Programmierung von RIGGED ist Marcus auch gerne mal bereit neue Hardware & Technik zu testen oder sein Statement zu Racing & RTS Spielen zum Besten zu geben.

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Tobi
Donnerstag, 20.10.2016

BenQ ist und bleibt meine Lieblingsmarke in Sachen Monitore. Noch nie Probleme gehabt.

Tino
Mittwoch, 26.10.2016

Seit dem ich mir dieses Modell von BenQ selbst zugelegt habe, bin ich absoluter BenQ Fan geworden. Dieser Monitor ist einfach klasse!

Marius
Samstag, 05.11.2016

Da kann ich Tobi nur zustimmen. Preis-Leistungsverhältnis einfach nur brutal geil.


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