Hardware
29.07.2014

be quiet! Shadow Rock Slim Test / Review – Die Preiskampfansage

Den einen oder anderen Test zu diversen Kühlern aus dem CPU-Bereich haben wir ja schon geschrieben. Bei der Flut an den am Mark erhältlichen Produkten, wird das sicherlich auch nicht so schnell aufhören. Es wird Zeit, dass man sich mal die etwas ungewöhnlicheren und schickeren Kühler anschaut und so bin ich zum be quiet! Shadow Rock Slim gekommen.

be quiet! Shadow Rock Slim Verpackung

Defekte Mäuse, Headsets, Grafikkarten oder auch komplexe Kühlsysteme immer zu mir damit, wenn es ums Basteln geht. Ich hab echt Spaß daran, mich stundenlang damit auseinanderzusetzen und zu schauen, wo der Fehler liegt. Und da ich mir genauso gerne auch neue Sachen auf ihre Qualität überprüfe, hab ich hier einen neuen Prozessorkühler auf dem Tisch liegen. Und zwar den be quiet! Shadow Rock Slim. Ich bin gespannt, was dieser “Prinz im Königsgewand” alles kann. Vielen Dank an be quiet! für die Bereitstellung des Produktes.

Entpackt und nicht enttäuscht

Schwarz und schlicht kommt der Karton auf meinen Tisch und be quiet! weiß, wie man Produkte verpackt, ohne dass irgendwelche fiesen Kratzer in die Kupferplatte kommen oder gar ein Flügel des Lüfters abgebrochen ist. Auch das Zubehör ist gut verpackt worden. Und viel wichtiger, es ist alles da, nichts fehlt. Das lobe ich mir, da es auch Hersteller gibt, die bei ihren Verpackungsprozessen, doch auch schon mal das ein oder andere existenzielle Teil vergessen. Was sehr ärgerlich werden kann, wenn man sein Objekt der Begierde endlich in Händen hält und es verbauen möchte. Für rund 40 Euro bekommen wir einen Slim Line Turmkühler, welcher einiges verspricht. Zum einen die Tatsache, das dieser Kühler natürlich ein recht günstiger Einstieg in die Premium-Klasse ist und zum anderen soll er technisch den großen Kollegen in nichts nach stehen. Denn nicht jeder hat einen Big Tower zuhause stehen, in den ein Dark Rock Pro 3 verbaut werden kann.

be quiet! Shadow Rock Slim

Etwas schmaler und optisch noch ansprechender lässt er sich leicht in einen Midi Tower verstauen. Ich möchte hier kurz auf das Lüfterrad eingehen, denn das sticht sofort hervor. Die einzelnen Flügel sind strömungsoptimiert wellig geschliffen, um den Lüfter noch zusätzlich leiser zu machen. Bei dem be quiet! Shadow Rock Slim sind keine schlecht entgrateten Stellen zu erkennen, oder gar grobe Verarbeitungsfehler. Die Kühlplatte ist mitsamt der Heatpipes aus Vollkupfer gefertigt und wurde lediglich für eine schönere Optik vernickelt. Abbrüche in der Kühlleistung gibt es hierbei also auch nicht.

Technische Daten

Allgemeine Daten
Modellnamebe quiet! Shadow Rock Slim
Hauptdaten des CPU-Kühlers
Gesamtabmessungen ohne Montagematerial (LxBxH)74 x 137 x 161 mm
Gesamtgewicht0,73 kg
SockelkompatibilitätIntel: LGA 775 / 1150 / 1155 / 1156 / 1366 / 2011
AMD: 754 / 939 / 940 / AM2(+) / AM3 (+) / FM1 / FM2 (+)
LGA1150 kompatibelja
Backplate-Montageja
Lüfter-Modell1x be quiet! quality fan
Antivibrations-Lüfterbefestigungnein
Gesamtlautstärke @ 50/75/100%11,5 / 18,7 / 23,7 U/min
Technische Daten des Kühlkörpers
Abmessung (LxBxH)52 x 130 x 161 mm
Anzahl der Kühllamellen52
Material der KühllamellenAluminium
Material der KühlerbasisCopper
CPU-KontaktflächeCNC machined
Heatpipe Anzahl & Durchmesser4x 6 mm
Oberflächenbehandlungnein
Technische Daten des Lüfters
Lüfterabmessungen135 x 135 x 22 mm
Drehzahl @ 100% PWM1400 U/min
Fördervolumen @ 100% (cfm, m3/h)67,8, 113,8
Luftdruck @ 12V (mm H2O)2,1 / 1,3
LagertechnologieRifle
Motortechnologienein
Nennspannung12 V
Nennstrom0,11 A
Leistungsaufnahme1,32 W
Anschlussstecker4-pin PWM
Kabellänge220 mm
Lebenserwartung L10 @ 25 °C80.000 Stunden
Zubehör & Sonstiges
Wärmeleitpaste1 g
Backplate-Montagesetja
BenutzerhandbuchDE, EN, FR, ES, PL
Hersteller-Garantie3 Jahre

be quiet! Shadow Rock Slim CPU

Einbau: Plug and Play?

Mit seinen Gesamtmaßen (L x B x H) von 74 mm x 131 mm x 161 mm lässt der Kühler vermuten, dass er locker genug Raum bietet für den Luftstrom im Gehäuse. Dem ist auch so, denn die vier 6 mm Heatpipes sind etwas höher und liegen positiverweise nicht direkt auf dem Arbeitsspeicher auf. Einzig die AMD-User werden etwas benachteiligt, denn durch die Abmessungen des Boards und Prozessor, kann der Lüfter entweder nur nach oben oder nach unten pusten. Bei Intel Prozessoren ist man hier nicht eingeschränkt und kann den Shadow Rock Slim in jegliche Richtung drehen. Hierbei ist eine Wärmeabfuhr immer gewährleistet, da man den Kühler auf seine persönliche Bedürfnisse hin einbauen kann. Der Einbau wiederum ist dann doch etwas kniffelig, denn hier kommt eine Backplate zum Einsatz, die das Mainboard stabilisieren soll. Aber keine Bange, außer einer dritten Hand braucht man nicht viel.

be quiet! Shadow Rock Slim

be quiet! hat sämtliche Schrauben, Gewindestangen und Abstandshalter beigepackt. Die Backplate vom Shadow Rock Slim wird hinter dem Mainboard angesetzt und die 4 Gewindestangen werden eingeführt. Danach werden diese mit den C-Profilabstandshalter fixiert. Die Backplate kann so nicht mehr verrutschen oder durch das Gehäuse fliegen, beziehungsweise die Gewindestangen fallen nicht unter den heimischen Wohnzimmerschrank. Der problematische Teil kommt aber erst noch. Der Kühler muss nun auf den Prozessor und da gibt es vier kleine Mutterschrauben um den Shadow Rock Slim zu befestigen. Da Muttern sehr schnell verkannten können und man eh nicht viel Platz hat, muss man doppelt ordentlich arbeiten. Mit großen Händen ist das sehr kompliziert.

Je nachdem, ob das Mainboard eingebaut bleibt oder ausgebaut wird, muss man die Schraubenmuttern entweder seitlich aufsetzen oder kann sie von oben verschrauben. Die dritte Hand kommt zum Einsatz bei der seitlichen Einbauweise. Denn einer sollte den Kühlkörper festhalten. Deswegen empfehlen wir hier, das Board auszubauen und von oben den Kühler aufzusetzen. Wenn alle vier Schrauben angezogen wurden und der Kühler nicht mehr wackelt, hat man alles richtig gemacht und der PC darf wieder zusammengebaut werden.

be quiet! Shadow Rock Slim CPU Kühler

Shadow Rock Slim seitlich 2
Shadow Rock Slim seitlich 1

Let´s Test

Unser Testsystem

  • Fractal Arc XL Gehäuse
  • Intel i7 2600k @ 3,4 GHz
  • 8 GB DDR3 Patriot RAM 1666@1066 MHz
  • ATI Radeon 6970
  • 128GB Samsung SSD 840 Evo
  • Plextor SSD 128GB
  • Western Digital HDD 1TB
  • 530 Watt be quiet! Pure Power L8 CM Modular 80+ Bronze

Shadow Rock Slim Top

Wir messen in 30-minütigen Abständen die Temperatur im Idle-Modus und unter Volllast. Diese Tests werden einmal bei einer 7-Volt-Spannung gemacht und einmal bei 12 Volt. Die Raumtemperatur beträgt 25 Grad, nicht wirklich überraschend, denn es ist ja Sommer. Im Idle bei 7 Volt erreicht der Kühler eine Leistung von 38 Grad Celsius. Auf der 12 Volt Leitung gibt es dann nur noch 34 Grad Celsius. Und man muss dazu sagen, dass dieser Lüfter schon wirklich recht leise ist. Nur ein leichtes Rauschen des Windes ist zu vernehmen und das ist bei der Kühlleistung schon wirklich gut für den Shadow Rock Slim. Kommen wir zur Volllastmessung. Die Ergebnisse sind auch nicht zu verachten. Hier haben wir auf der 7 Volt Leitung unter Volllast 62 Grad Celsius und bei der 12 Volt Leitung 58 Grad.

Das sind alles Ergebnisse, die wirklich brauchbar sind und bei 54 Lamellen im Kühlkörper schon sehr beachtlich. Die Tatsache, dass der CPU-Kühler für rund 40 Euro im Fachandel beziehungsweise Internet zu bekommen ist, bringt ihn in eine Position, mit den teureren Produkten wirklich gut mitzuhalten oder gar zu überholen.  Wem das alles aber noch nicht reicht, der hat die Möglichkeit einen weiteren Lüfter auf die andere Seite des Kühlkörpers zu setzen. be quiet! hat hier mitgedacht und einen Satz Halteklammern dazu gelegt, um direkt einen zweiten Rotor an den Shadow Rock Slim anzuklemmen.

be quiet! Shadow Rock Slim Tower

Fazit zum be quiet! Shadow Rock Slim

award-grafiken1Ich bin durchweg zufrieden mit dem Shadow Rock Slim von be quiet! Ein Kompaktkühler, für die großen CPUs, der noch nicht einmal teuer ist. Die Qualität dieses Kühlers ist wirklich hervorragend und lässt nahezu keine Wünsche offen. Warum nur nahezu? Tja, das liegt einfach daran, dass es immer kälter geht, allerdings nicht zu diesem Preis. Ansonsten hätte ich mir das “nahezu” auch gespart. Für rund 40 Euro bekommt ihr einen tollen und sehr schönen Kühler, der die Charts der Oberklasse besetzen sollte.

Pro und Kontra

  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sehr leiser Kühler
  • Ziemlich günstiger Preis
  • Schicker Wellenschliff der Lüfterblätter

  • AMD Nutzer müssen etwas zurück stecken
  • Minimal wärmer als andere Kühler


Wertung

Verarbeitung92

Leistung90

Preis93

Gesamtwertung
91/100


Amazonab 39,70 €


Über Michael
Artikel, Tests und die Kommunikation sind Aufgabenbereiche von Michael. Zudem ist sein Part das äußerliche Erscheinungsbild und die Vermarktung der Plattform.

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