Hardware
10.06.2014

Akasa Tesla H im Test / Review: Besser als das Original von Intel?

Mini-Computer, wie Intels NUC-PCs sind derzeit total in Mode. Hierbei sind auch die Einsatzmöglichkeiten extrem vielseitig, egal ob im privaten oder geschäftlichen Bereich. Akasa geht diesen Trend voll mit und hat hier ein ganz besonderes NUC-Gehäuse entwickelt, welches dank seiner Form völlig ohne Lüfter auskommt. Hier noch mal einen freundlichen Dank an Akasa, die uns das Gehäuse für umfassende Tests zur Verfügung stellten.

Akasa Tesla H Nuc Gehäuse

Akasa Tesla H: Mini-PC in Endstufen-Optik

In der vierten Generation der Next Unit of Computing (NUC) Mainboards ist eine deutliche Leistungssteigerung zu erkennen. Aber in meinem speziellen Fall tut es das Intel NUC D34010WYB voll und ganz, welches mit einem i3 Dual Core Prozessor und 1,8 GHz Taktung daher kommt. Der Straßenpreis für das NUC-Mainboard liegt bei knappen 225 Euro. Mit an Bord sind USB 3.0 Ports und SATA-Anschlüsse, die den Einsatz als HTPC, Low Power PC oder Server erlauben.

Dazu kommen satte 8 GB Arbeitsspeicher von ADATA, eine 120 GB SDD Festplatte von ADATA und das alles sollte völlig ausreichen, um mir bei meinen Office-Arbeiten und ein bisschen Bildbearbeitung ausreichend zur Seite zu stehen. Grund dafür ist die Tatsache, dass der Rechner bei einer ungefähren Laufzeit von 6 -8 Stunden am Tag seine 800+ Watt zieht (inklusive Monitor natürlich) und mein NUC-Computer davon mit circa 40-60 Watt pro Stunde betrieben werden kann.

Tesla H Verpackung

Hierbei ist der Stromspareffekt mehr als offensichtlich. Außerdem wird mein Gaming Rechner dadurch nicht mehr so extrem belastet, was der Hardware und der Haltbarkeit logischerweise zugutekommt. Dazu schreibe ich aber an anderer Stelle mehr.

Das NUC-System im Überblick:

  • Intel NUC D34010WYB i3 @ 2×1,8 GHz
  • 8 GB ADATA RAM @ 1333 MHz
  • 120 GB ADATA SSD
  • Akasa Tesla H (zur Produktseite)

In Verbindung mit meinem 27-Zoll-Monitor von ASUS, dem Klassiker unter den Tastaturen: der Sidewinder X4 von Microsoft und meiner Tesoro Shrike ergibt sich so ein durchaus leistungsstarker Office-Computer. Den Test zum Zeigegerät von Tesoro könnt ihr übrigens hier lesen.

Akasa Tesla Gehäuse

Das Akasa Gehäuse besteht aus gebürstetem Aluminium und ist in einem matten Schwarz gehalten, welches sehr edel aussieht. Die Verarbeitung ist sehr sauber gehalten und Macken lassen sich hier nicht erkennen. Mit 240 mm Länge und 48 mm Höhe ist es platzsparend genug, um unter meinen Monitoren platziert zu werden. Hobby-Cartuner und Audiophile werden bei dem Design sicherlich an klassische Endstufen erinnert, die eine ähnliche Aufmachung haben.

Das Gehäuse fühlt sich solide an, die Seiten und Riffelungen sind dazu ausgelegt, die Wärmeableitung zu verbessern, indem die Oberfläche vergrößert wird. Man könnte das komplette Gehäuse als Kühler betrachten. Das Akasa Tesla H bietet dabei genügend Anschlüsse. So finden zwei USB. 3.0 Ports, Audio und IR Port ihren Platz in der Gehäusefront. Akasa legt hier noch einen drauf, gerade HTPC Fans sollten einen Blick auf das Tesla H werfen, da hier sogar – rein theoretisch – im Inneren Platz für ein Slimline Laufwerk wäre. Dadurch darf der zusätzliche SATA Anschluss als Sahnehäubchen betrachtet werden.

Akasa Tesla H Kerbungen

Office auf die sparsame Art

Auf der Unterseite gibt es nicht wirklich viel zu sehen und es gibt ja auch keinen Bedarf für Staubfilter. Das Gehäuse unterstützt das VESA Mount System und man kann es so an kompaitble Monitore oder auch an geeigneten Fernsehern befestigen. Im geschäftlichen Bereich findet sich sicherlich die ein oder andere Situation, wo dies Sinn ergibt. Die Rückseite bietet drei Antennenlöcher für WiFi-Module und unterstützt außerdem Kensington Locks als effektive Diebstahlsicherung. Zwei serielle Ports runden den Eindruck ab.

Wie ich bereits erwähnte, fungiert das Gehäuse selber als Kühlung der wichtigen Komponenten, daher wurden riesige Thermal Pads beigelegt, die die schnell überhitzende SSD-Karte und die CPU mit dem Gehäuse verbinden. Dasselbe gilt für das Mainboard, welches mit der Heatsink der Oberseite verbunden wird. Akasa hat hier an alles gedacht und die entsprechenden Kabel für den Anschluss an Miniklinke, Status LEDs und USB 3.0 für das Front Panel bereitgelegt.

Tesla H Case NUC

Technische Details (Gehäuse):

ModellnameAkasa Tesla H
Größe240 x 48 x 150 mm
MaterialAluminium
FarbeSchwarz
FormfaktorUCFF (Intel NUC)
Lüfter insgesamt möglichPassive Kühlung
Laufwerksschächte2 x 2,5 Zoll intern
NetzteilExtern
Kompatibilität (Mainboards):Intel D34010WYB (Next Unit of Computing)
Intel D54250WYB (Next Unit of Computing)
Beiliegendes ZubehörVESA-Halterung, Wärmeleitpaste, Netzteil

Für den Praxistest des Tesla H und um die tatsächliche Wärmeentwicklung zu überprüfen, ließ ich 15 Minuten lang mit dem CPU-Stresstest Prime95 durchlaufen und schaute mir danach einen Film in HD an. Hierbei handelte es sich um die 1080p Version von Fight Club. Die Ergebnisse sind auch durchaus annehmbar. Im Normalbetrieb wurde das Gerät nur 29 Grad warm, im Filmbetrieb bis zu 36 Grad und mit Prime95 bis zu 55 Grad. Das sind hervorragende Werte, wenn man zusätzlich noch in Betracht zieht, dass das Gerät in einer gut erhitzten Dachwohnung steht und es zu dem Testzeitpunkt sehr warm draußen war.

Akasa Tesla H Innenraum

Wahnsinn, wie viele Features in so ein kleines Gehäuse passen

Standardmäßig unterstützt das Intel Board ein SATA Laufwerk dank des SATA 6GB /s Anschlusses und natürlich sollte man auch den Mini PCIe Anschluss nicht vergessen, da das Tesla H zwei 2,5 Zoll Plätze bietet. Dank eines optionalen Adapters kann man nun ein weiteres Laufwerk anschließen und opfert nur besagten Anschluss.

Der Adapter wird in den Standard Mini PCI Express Slot eingesetzt und bietet ein Kabel, welches auf dem Board mit einem bereits vorhandenen 2-Pin 19V Adapter verbunden wird, um das Laufwerk mit genügend Strom zu versorgen. Natürlich liegen ein paar Kabel von Akasa bereit, um die Laufwerke anzuschließen, aber mit der Methode kann man zwei normale 2,5-Zoll-Laufwerke an das Board anschließen, anstelle einer teureren mSATA-Platte und einem normalen 2,5″ Laufwerk. Der Adapter ist für rund 15 Euro erhältlich.

Akasa Tesla H Detail

Fazit

Silber Award Akasa Tesla HEs besteht natürlich kein Zweifel, dass das Tesla H viel mehr Kühlpower bietet als die NUC-Gehäuse von Intel und das alles zu einem fairen Preis. Rechnet man aber die Kosten zusammen liegt man mit Gehäuse und Komponenten schon bei circa 430 Euro. Das ist schon eine Stange Geld für den Mini-PC. Ohne Frage ist das Gerät aber auch zu mehr instande als zur reinen Office Verwendung. Alle Anwendungen die Windows 8 dazu bietet, liefen flüssig und mit moderaten Ladezeiten – Bei dem geringen Stromverbrauch völlig akzeptabel.

Verarbeitung, Haptik und Optik sind hier erstklassig und viel besser als erwartet. Was mir nicht so toll gefallen hat, waren die riesigen Thermalpads, mit denen man die Komponenten mit dem Gehäuse verbindet, um die Wärme abzuleiten. Gott sei Dank, wird man nicht so oft bei müssen, um hier Arbeiten vorzunehmen. Derzeitiges Alleinstellungsmerkmal ist die Tatsache, dass das Akasa Tesla H zwei 2,5-Zoll-Laufwerke bietet. Im Ganzen gab sich das Gehäuse keine Schwächen und ich sehe keinen Grund, der dem Tesla H eine Top Wertung verwehren würde. Vor allem wenn man sich den NUC Adapter spart, kann man sich im Vergleich zu ähnlichen lüfterlosen Gehäusen eine Menge Holz sparen. Um auf meine Frage im Artikeltitel zurückzukommen: Das Gehäuse ist ganz klar besser als das Case von Intel und einen Kauf durchaus wert.

Wertung:

  • Sehr gute Kühlung
  • Schickes Design und tolle Verarbeitung
  • Preis-/Leistungsverhältnis fair
  • Viel Zubehör

  • Kühllösung wirkt mitunter etwas billig


Verarbeitung89

Leistung87

Preis82

Gesamtwertung
88/100


Amazonab 76,84 €


Über Patrick
Patrick ist hauptverantwortlich für den redaktionellen Part von RIGGED und sorgt dafür, dass ihr immer auf dem neuesten Stand rund um Technik, Mobile und Games seid. Darüber hinaus betreut und bespaßt er die Social Media Kanäle.

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