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09.01.2013

Mortal Kombat Komplete Edition Test: Brutale Prügeleien, Blut und Style

Um es gleich vorweg zu sagen: Mortal Kombat Komplete Edition für den PC ist mit Abstand die beste Version dieses ausgezeichneten Prügelspiels. Deshalb hab ich mich für Euch in die Outworld gestürzt und das Spiel ein paar Stunden lang ausgiebig auf Herz, Kopf und Nieren getestet. Wortwörtlich, denn so gut das Spiel auch ist, so brutal ist es auch und in bester Tradition spritzen wieder tonnenweise Pixelblut und andere digitale Körperteile im Sekundentakt über den heimischen Bildschirm.

Übersicht

Zwar hat die Umsetzung eine ganze Weile gedauert, aber die PC-Version von Mortal Kombat ist in allen Punkten den Konsolenablegern überlegen. Von der schicken Grafik mal ganz abgesehen. Dazu gibt es noch tonnenweise Inhalte, da die PC-Version alle DLC der Konsolenvorgänger beinhaltet.

Das Spiel in all seiner Herrlichkeit polarisiert dann doch ein wenig die Gemüter. Auf der einen Seite bietet es ein superschnelles Gameplay mit präziser Steuerung und tollen Moves, auf der anderen Seite ist es ultrabrutal und blutrünstig bis zum Anschlag. Dies zeigt sich während des gesamten Spielverlaufs: Vor allem wenn man die Gegner auf schockierende Weise in zwei Hälften reißt, Ihnen mit brutalen Tritten die Rippen bricht, Gemächte zerquetscht, Wirbelsäulen zertrümmert, sie auf riesigen Dornen aufspießt und und und…

Mortal kombat Startscreen

Die Geschichte in Mortal Kombat

Die meisten Fighting-Games besitzen einen simplen Story-Modus, der den Spieler ab und an mal mit ein paar Cutscenes belohnt. Mehr ist meist nicht zu erwarten – Nicht so Mortal Kombat, denn jeder Fight im Story-Modus wird mit spannenden Ingame-Szenen und coolen Dialogen eingeleitet und gewillte Spieler können so tief in die Outworld eintauchen und die Story genießen, die als sogenannter Reboot wieder ganz am Anfang der Serie einsetzt. Genauer gesagt setzt die Geschichte da an, wo Mortal Kombat Armageddon endete: Mit Donnergott Raiden, der von Shao Khan attackiert wird. Einem bösen Eroberer, der die Outworld mit der Erde verbinden möchte. Ein Prozess, der die Menschheit natürlich auf grauenhafte Art und Weise ins Verderben stürzen würde.

Über die Ideenlosigkeit kann man streiten und sicherlich ist die Idee mindestens schon eine Milliarde Mal kopiert worden, jedoch passt das ganze Geschehen sehr gut zu dem Spiel.

Mortal Kombat Fight

Übersicht

Nach diversen Ausflügen ins 3D-Geschäft kehrt das Spiel wieder zu seinen Wurzeln und somit zu dem 2D-Kampfstil zurück, wofür Mortal Kombat eigentlich bekannt ist. Jedoch mit schicken und detailreichen 3D-Modellen, anstelle der antiquierten digitalisierten Sprites von anno dazumal. Wie gewohnt gibt es die übliche Palette an Tritten und Schlägen, sowie die beliebten Special Moves. Abgerundet wird das Ganze durch das bewährte Kombo-System, mit dem der Gegner in die Luft befördert wird und mit einer schnellen Schlag- und Trittabfolge bearbeitet wird. Dies erfordert aber natürlich auch ein gewisses Maß an Übung. Aber keine Sorge: Die Lernkurve ist hoch und nach ein paar Stunden stellt sich auch der Erfolg ein.

Im Vergleich zu Super Street Fighter IV sind die Animationen nicht ganz so flüssig. Dort harmonieren die Schlagabfolgen und man kann durchaus in einem sauberen Übergang Kombos und Special Moves anwenden. Dies passiert bei Mortal Kombat nicht direkt und man merkt eine Verzögerung zwischen den Combo Attacken. Dies ist nicht unbedingt schlecht – nur eben anders.

Mortal Kombat Win

Besonderheiten

Neu an Mortal Kombat ist das „Super Meter“, welches dem Spieler nun mehrere Optionen während des Fights bietet. Am beeindruckendsten sind die durchschlagenden Super-Combos, genannt „X-Ray Moves“, welches einen Röntgen-Blick in Zeitlupe auf Knochen und Organe des Gegners zeigt und wie sie mit der entsprechenden Attacke zerstört werden. Damit werden mit Leichtigkeit Schädel gebrochen, Messer in Augäpfel geworfen, Arme umgedreht und viele weitere Schandtaten ausgeführt. Sadisten dürften sich hier pudelwohl fühlen. Erwähnenswert ist hier noch die schöne Soundkulisse, in der brechende Knochen mit einem schönen Knacken zur Geltung gebracht werden.

Mortal Kombat Scorpion vs Baraka

Wenn man nun ganz ehrlich ist, sind Subtilität und Rafinesse nicht die Stärke von Mortal Kombat. Doch nach einer Weile offenbart sich doch noch eine gewisse Tiefe im Kampfgeschehen: So kann man beispielsweise die X-Ray Moves in, bereits laufende, Kombos einfach einbauen. Und nichts schreit mehr PRO! als folgender Ablauf: Gegner in die Luft werfen, Combo zünden und dann während sie hilflos sind, den Kopf mit einer gewaltigen X-Ray Combo zertrümmern. Der gegnerische Lebensbalken wird während dieser spektakulären Aktion heftig penetriert. Davon abgesehen machen diese Kombos, zusammen mit den X-Ray Moves, Sinn. Denn diese sind zwar sehr mächtig, einige können aber geblockt und anderen sogar ausgewichen werden.

Fazit

Silber Award Mortal KombatUnter’m Strich bekommt man für knapp 30 Euro, das beste Mortal Kombat was je produziert wurde. Auf den ersten Blick erscheint es simpel, aber bedarf dennoch einiger Übung, um gemeistert zu werden – Ein Blick in das Tutorial schadet definitiv nicht. Im Mix mit Online-Fights im Ranglistensystem oder gegen Freunde und unter Ausnutzung der Zusatzinhalte, die man nach und nach freischalten kann, ergeben sich viele Stunden spaßige Spielzeit. Als Abwechslung sind die Tower-Herausforderungen immer einen Besuch wert und man kann sich an den teilweise absurden Aufgaben erfreuen.

Wertung

  • Beste Story in einem Prügelspiel
  • Einfacher Einstieg und coole Steuerung
  • Viele Extrainhalte zum Freischalten.
  • Challenge-Minigames sind sehr spaßig und abwechslungsreich
  • Extrem bösartige und brutale Moves.

  • Endgegner sind nicht wirklich spektakulär
  • Online-Unterstützung der Ranglisten mangelhaft.
  • Teilweise Laggs im Multiplayer


Grafik85

Gameplay90

Preis85

Gesamtwertung
87/100


Über Patrick
Patrick ist hauptverantwortlich für den redaktionellen Part von RIGGED und sorgt dafür, dass ihr immer auf dem neuesten Stand rund um Technik, Mobile und Games seid. Darüber hinaus betreut und bespaßt er die Social Media Kanäle.

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