Mobile
25.04.2014

Apple: Die Magie des iPads ist verflogen

Das zweite Verkaufsquartal, welches im März endete, fiel insgesamt sehr positiv für Apple aus. Das Unternehmen fuhr durch die Bank weg Gewinne ein und mit 43.7 Millionen verkauften iPhones wurden die von Analysten prognostizierten 38 Millionen Geräte locker übertrumpft. Im gleichen Zug wurde ein gestiegener Abverkauf an Macs um fünf Prozent vermeldet.

Um die Sache abzurunden, wurden die Auszahlungen für Aktieninhaber um 30 Milliarden auf insgesamt 130 Milliarden US-Dollar aufgestockt. Doch nicht alles verlief nach Apples Plan, wenn man sich die iPad-Abverkäufe etwas genauer ansieht. Hier wurden nämlich nur 16.4 Millionen verkauft, damit sogar explizit weniger als die 19 Millionen Einheiten, die laut den Analysten verkauft werden sollten. Im Vorjahr wurden 19,5 Millionen iPads verkauft. Natürlich wären die meisten Tablet-Hersteller mit solchen Absätzen rundum zufrieden, doch bei Apple sieht das natürlich anders aus. Schließlich war das Unternehmen federführend bei der Markteinführung der Tablets, und als das iPad 2010 von CEO Steve Jobs eingeführt wurde, bezeichnete er es als „magisches Gerät“.

Apple iPad 1

Doch die Magie ist bei Weitem nicht mehr so stark früher und die iPad Verkäufe stagnieren schon seit einiger Zeit, dank ernsthafterer Wettbewerber und einer gewissen Marktsättigung. Die meisten Verkäufe wurden in dem Ferien-Quartal, welches am 28. Dezember endete, getätigt. Hier konnte Apple insgesamt 26 Millionen iPads an den Mann bringen. Doch nun sinken die Verkäufe von iPad und iPad Mini von Jahr zu Jahr mit einer Rate von vier Prozent. Dies will jedenfalls Piper Jaffray Analyst Gene Munster herausgefunden haben.

Natürlich ist es völlig klar, dass die Blockbuster-Tage vorbei sind, wo die Verkaufszahlen mal eben um 50 Prozent nach oben geschnellt sind. Aber nun sieht es scheinbar so aus, als wenn die Tage des Wachstums endgültig vorbei sind.

Brian Marshall, seines Zeichens Analyst bei der ISI Group:

Das iPad-Geschäft ist derzeit sehr fragwürdig. Es wächst langsamer als die Mac-Sparte und das ist nicht die Art von Trend, die wir sehen wollen.

Auch Apple-Boss Tim Cook reagierte auf die Schätzungen der Analysten. Seiner Aussage nach haben die rückläufigen Verkäufe derzeit noch damit zu tun, dass einige Geräte noch in der Zulieferung sind oder eben noch im Laden vorhanden sind, bzw. zusätzlich nachgeliefert werden. Cook ließ weiterhin verlauten, dass internen Schätzungen von Apple im Bezug auf die Verkaufszahlen zutrafen. Er ließ es sich auch nicht nehmen darauf hinzuweisen, dass Apple mehr als 210 Millionen iPads seit dem ersten Modell verkauft hat. Und da Microsoft Office nun auch für das Gerät verfügbar ist, werden weitere Absatzsteigerungen erwartet. Im Allgemeinen stimmen eine hohe Kundenzufriedenheit und eine enorme Anzahl an potenziellen Käufern Cook zuversichtlich, dass die Zahlen auch weiterhin im Rahmen bleiben.

Apple iPad 2

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und fühle mich toll, wenn ich an das iPad denke. Es kann ja nicht bedeuten, dass wir jedes Quartal, alle 90 Tage, außerordentlich viel verkaufen. Aber für mich bedeutet es, dass wir über einen längeren Zeitraum stabile Verkaufszahlen haben und das sieht sehr sehr gut aus. Das iPad hat eine tolle Zukunft.

Aber selbst wenn man die Lagerbestände und Lieferdifferenzen abzieht, sind die Verkaufszahlen des iPads immer noch um drei Prozent zurückgegangen und laut Analysten ist das ein alarmierendes Zeichen. Auch wenn Apple das alles im Moment anders verkauft, die Marktsättigung ist allgegenwärtig. Es wird wohl kaum allzu viele Menschen geben, die sich alle zwei Jahre ein neues iPad für mehrere Hundert Euro zulegen können. Vielmehr bleiben Tablets, vor allem hochpreisige, ein paar Jahre im Betrieb.

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Über Patrick
Patrick ist hauptverantwortlich für den redaktionellen Part von RIGGED und sorgt dafür, dass ihr immer auf dem neuesten Stand rund um Technik, Mobile und Games seid. Darüber hinaus betreut und bespaßt er die Social Media Kanäle.

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