Hardware
06.11.2014

Zalman geht pleite wegen Kreditbetrug: Das Ende eines Herstellers

Kulthersteller Zalman, der erst mals in den 90er Jahren das Licht der Welt erblickte ist pleite. Neuesten Berichten zufolge hat der Mutterkonzern Moneual in den letzten sechs Jahren Kreditbetrug begangen und damit satte drei Milliarden US-Dollar auf Seite geschafft und auf Privatkonten der Geschäftsführung deponiert. Involviert waren hier sogar koreanische Banken.

Wenn ihr euch in den letzten Jahren einen neuen PC gekauft habt oder ihn sogar selbst zusammen gestallt habt, ist es sehr gut möglich, dass sich darin einige Teile des bekannten Herstellers Zalman befinden. Genauer gesagt Lüfter oder sogar das gesamte Gehäuse. Der Hersteller von Hardware ist nämlich seit 1999 auf dem Markt und hat dafür Sorge getragen, dass unsere Systeme immer schön kühl und flüsterleise sind. Wenn ihr euch nun ein neues Gaming-System zulegt wird doch aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch kein Teil von Zalman mehr verbaut sein, denn der Hardware-Produzent hat pleite gemacht.

zalman-cooler

Zalman startete 1999

Die Geschichte von Zalman begann in den 90er Jahren, in denen sie der erste Hersteller von leisen und leistungsfähigen CPU-Kühlern aus dünnen Kupferblechen waren. Später wurde dieses Design auch für Grafikkarten übernommen. Mittlerweile war man jedoch deutlich breiter aufgestellt und man hat außerdem Gehäuse, Netzteile und diverses Zubehör im Sortiment gehabt. Im Jahr 2011 folgte dann die Übernahme durch Moneual, der im Endeffekt Schuld für die Pleite ist.

Der Grund für diese Neuigkeiten hat nichts mit der Produktpalette oder schlechter Leistung zu tun. Genauso hart wird es also auch die Mitarbeiter des Unternehmens getroffen haben, die seit mittlerweile 15 Jahren für die Firma tätig ist. Das traurige Hintergrund ist nämlich, dass die Geschäftsführung daran schuld ist. Der Fall zieht sich dabei durch Südkorea: Jahrelanger Kreditbetrug wird in den Medien breitgetreten und ein Teil davon ist eben der Kühlerhersteller Zalman.

Kreditbetrug von Moneual verantwortlich für das Aus von Zalman

Seit mittlerweile fünf Jahren soll hinter dem Mutterkonzern Moneual eine Art Schneeballsystem stecken. So wurden in Vergangenheit extrem erhöhte Angaben bei exportierten Produkten gemacht und damit neue Kredite aufgenommen, wovon Geld für die eigene Verwendung abgezweigt wurde. Hier waren sogar mehrere koreanische Banken involviert, die Lagerbestände als Sicherheit aktzeptierten und dank staatlicher Unterstützung zinsfreie Kredite angeboten haben.

Der koreanische Zoll hat bereits am 1. November dieses Jahres mit Ermittlungen gegen Moneual und somit Zalman begonnen. Doch schon Ende Oktober hat der Konzern Moneual Konkurs angemeldet, woraufhin Zalman folgte und der Handel mit den Aktien ausgesetzt wurde. Auf diese Art und Weise sollen insgesamt drei Milliarden US-Dollar über sechs Jahre auf Konten der Geschäftsführung geflossen sein.

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