Hardware
25.05.2014

SSDs: Fast 300 Prozent schneller in naher Zukunft

Solid State Drives, auch bekannt als SSDs, sind derzeit die flottesten Speicherlösungen auf dem Markt. Dank eines wissenschaftlichen Durchbruch, haben sie das Potential noch viel schneller zu werden. Dabei geht es um eine Modifikation des NAND-Flash-Speichers, bei dem es normalerweise unmöglich ist, gerade gespeicherte Daten direkt wieder zu überschreiben. 

Normal werden die Daten geschrieben und dann wird der Speicherplatz gelöscht, während neue Daten in einem anderen Bereich geschrieben werden. Dies verursacht eine Datenfragmentierung, wobei hier die Garbage Collection eingesetzt wird, um der Fragmentierung entgegenzuwirken. Das Prinzip ist eigentlich simpel: Die Garbage Collection ist ein Speicher-Manager, der für eine automatische Speicherbereinigung sorgt. Nicht mehr benötigte Daten werden bereits vor einer neuen Beschreibung aus den Speicherzellen gelöscht. Damit steht dieser Speicherbereich von Haus aus für zukünftige Schreibvorgänge bereit. Diese Bereinigung entspricht also bildlich tatsächlich einer Müllabfuhr, welche sozusagen für eine Minimierung des Speicheranspruchs eines Prozesses steht. Damit lässt sich die ineffiziente Nutzung des bereits zugeteilten Speichers sowie eine Verlangsamung von Datentransfers vermeiden. Der Nachteil ist, dass dieser Prozess die Schreibgeschwindigkeit der SSD nach unten zieht.

Ein Team von Wissenschaftlern an der japanischen Chuo Universität entwickelten nun eine neue Technologie, die das Problem zumindest teilweise behebt. Die Lösung ist sehr komplex und soll die negativen Effekte der Fragmentation negieren und soll auch die Datenkopien während der Garbage Collection reduzieren. Die Methode bringt viele Vorteile mit sich, der markanteste Bonus ist natürlich die Steigerung der Schreibgeschwindigkeit um 300 Prozent, dazu 60 Prozent weniger Stromverbrauch und 55 % Senkung der Write / Erase Zyklen, welches die Lebensdauer der Festplatten massiv erhöhen dürfte. Es ist durchaus möglich, diese Änderungen für derzeitige SSD-Laufwerke anzuwenden und noch nicht mal die NAND-Software muss umgeschrieben werden.

Eigentlich müssten also nur noch passende Treiber von den SSD-Herstellern geliefert werden, die ja eh regelmäßige Überarbeitungen bekommen. Es ist also möglich, dass wir von der Leistungssteigerung in naher Zukunft profitieren können.

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Über Patrick
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