Hardware
27.03.2014

Oculus Rift: Kickstarter Unterstützer wollen ihr Geld zurück

Gestern erst wurde bekannt, dass Oculus VR, die Firma hinter dem Crowd-Founding Projekt Oculus Rift, von Facebook aufgekauft wurde. Diese Nachricht sorgte vor allem für Frustration bei den Unterstützern der Virtual-Reality-Brille.

Nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg den Kurznachrichtendienst WhatsApp für circa 19 Milliarden US-Dollar erwarb, kaufte er ganz nebenbei noch Oculus VR für zwei Milliarden Dollar. Dieses Projekt wurde über Kickstarter finanziert und konnte bis dahin rund 2,4 Millionen Dollar von etwa 10.000 Spendern einnehmen. Wer mehr als 300 Dollar in das Projekt steckte, erhielt eine Entwicklerversion des Oculus Rift


Und obwohl die Verantwortlichen hinter Oculus Rift alle Versprechen eingehalten haben, reagiert die Community auf der Crowd-Founding-Plattform Kickstarter extrem negativ. In den Kommentaren lassen sich haltlose Beschuldigungen, Enttäuschung und auch Geld-zurück-Forderungen erkennen. Hierbei hoffte der Großteil der Unterstützer darauf, dass sich das Kickstarter-Projekt mit einer freien und unabhängigen Unternehmensstruktur von der Masse abhebt. Hier mal ein kleiner Auszug der Kommentare:

Ich hasse Facebook. Und da Oculus nun von Facebook kontrolliert wird, hasse ich auch Oculus.[…]Ich fühle mich betrogen. Ich dachte, ich hätte das Gaming der Zukunft unterstützt. Nun will ich nur noch mein Geld zurück.[…] An Facebooks und Oculus‘ Stelle würde ich den Backern ihr Geld zurückzahlen[…]Ich habe das Projekt in der Hoffnung unterstützt, dass sie etwas Wundervolles schaffen. Leider haben sie es einfach nur geschafft, sich unheimlich reich werden zu lassen.

oculus rift 2

Grundlegend lässt sich hier schon mal sagen, dass die Unterstützer kein Recht auf ihr Geld haben. Sie haben in ein noch nicht greifbares Projekt gespendet und sind das Risiko eingegangen, das unsichere Vorhaben zu unterstützen. Es ist schließlich auch „Crowd-Founding“ und nicht „Crowd-Investment“. Die Richtlinien bei Kickstarter verbieten regelrecht eine Gewinnbeteiligung. Und obwohl die Übernahme von Facebook auf dem ersten Blick recht negativ wirkt, kann das Unternehmen mit seinen gewaltigen Ressourcen positiv für Oculus Rift sein und das Projekt mit den nötigen Mitteln nach vorne pushen.

Was meint ihr dazu? Sollten die Kunden ihr Geld zurück bekommen oder ist die große Enttäuschungswelle etwas arg naiv?

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Über Patrick
Patrick ist hauptverantwortlich für den redaktionellen Part von RIGGED und sorgt dafür, dass ihr immer auf dem neuesten Stand rund um Technik, Mobile und Games seid. Darüber hinaus betreut und bespaßt er die Social Media Kanäle.

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Montag, 31.03.2014

Man sollte Facebook wegen Schadensersatz auf 100 Mio. Dollar verklagen. Warum?

Nun, in der Justiz nennt man solch einen Fall klar „Das Produkt weist nicht die versprochenen Eigenschaften (die da wären Unabhängige Indie-Entwickler, die an einem Großprojekt arbeiten, und keine bösen Absichen hegen verkaufen ein Produkt, dass später einmal eine VR-Brille werden soll). Und ja- in so einem Fall würde jeder Richter dem Kläger Recht geben.

Die Leute haben Anspruch auf ihr Geld. Ich würde genauso handeln und Facebook kann froh sein, dass ich noch so „harmlos“ bin. Andere würden mit Bombendrohungen kommen usw. Todesdrohungen sind da doch nur eine logische Konsequenz der Inkomptenz von Facebook einfach ein Unternehmen zu kaufen, wo es nichts mit zu tun hat.

Ist doch ein klarer Fall oder?

Die meisten Leute haben da eben nicht einfach mitgebackt, um das Produkt am Ende auch kaufen zu können. Nein – die meisten Leute haben da viel Geld hingelegt, damit in ein paar Jahren eine VR-Brille von einem kleinen unscheinbaren Unternehmen entwickelt wird- nicht von einer größenwahnsinnigen Datenkrake namens Facebook, die außer Millionen und Millionen Daten einfach ohne zu fragen verkauft, nichts anderes macht.


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