Software
21.02.2014

3 Gründe, warum Facebook gut in WhatsApp investiert hat

Am amerikanischen Markt ist WhatsApp gar nicht so sehr verbreitet, wie man es hierzulande vielleicht annehmen würde und dennoch hat Facebook satte 19 Milliarden US-Dollar in die Software investiert und sich das “Konkurrenzprodukt” unter den Nagel gerissen. Nun könnte man Fragen: Warum? Ich gebe euch nun drei Gründe, warum selbst der hohe Preis es wert war oder es sein wird.


WhatsApp Facebook

Sagenhafte 19 Milliarden US-Dollar. Eine Rekordsumme für Facebook. Definitiv. Vor allem wenn man bedenkt, dass man sich erst kurze Zeit vorher Instagram einverleibt hat. Aber hier war der Batzen, den Zuckerberg auf den Tisch gelegt hat, wesentlich geringer und lag nur bei eine Milliarde US-Dollar. Umso erstaunlicher ist es natürlich, dass das größte soziale Netzwerk so viel auf den Tisch legt, denn immerhin hat es noch nie ein Start Up geschafft, für eine derartige Summe den Eigentümer zu wechseln.

Hier sind jedenfalls drei Gründe, warum Facebook sich mit WhatsApp einen Gefallen getan hat oder sich selbst ein “gefällt mir” aufdrücken könnte:

1. WhatsApp ist weltweit verbreitet

WhatsApp ist weltweit die beliebteste Alternative zum herkömmlichen SMS-Dienst und gerade in Ländern wie Indien und Spanien (satte 96% nutzen den Service) ist das kostenlose Chat-Tool mehr als gut positioniert. Aber auch in europäischen Ländern nutzen es nahezu 50 Prozent der Smartphone-Besitzer – so auch in Deutschland.

Die Tatsache, dass sich Smartphones immer mehr zum Standard mustern und das ebenfalls in Industrienationen, ist nur ein weiterer Pluspunkt, der zukünftig für weiteren und genügend Wachstum sorgen wird.

2. WhatsApp wächst täglich

Als Kurznachrichtendienst wächst der Service tagtäglich und das enorm schnell. Erst 2009 ist das Unternehmen gegründet worden und hat sich hier auf das Wesentliche fokussiert: Dem einfachen Austausch von privaten Informationen mit seinen, und vor allem ausgewählten, Mitmenschen.

Eine Millionen neue Nutzer verzeichnet der Dienst tagtäglich. Erst vor neun Monate hatte man 200 Millionen Nutzer, nun sind es bereits sagenhafte 450 Millionen, wovon satte 70 Prozent den Service jeden Tag nutzen. Und wer weiß wie es in den kommenden Monaten und gar Jahren voran geht? Dass dabei 19 Milliarden Nachrichten jeden Tag um die Welt gehen und fast doppelt so viele empfangen werden (dank Gruppen) ist fast nur Nebensache.

Und das alles mit einem gerade mal 32-Mann starken Team.

3. WhatsApp punktet da, wo Facebook versagt

Als drittes und letzten Punkt eigentlich sogar der wichtigste: Facebook versagt da, wo WhatsApp bei den Usern punktet. Facebook ist ein soziales Netzwerk, bei dem es darum geht, auf dem Laufenden zu bleiben, spannende Erlebnisse zu teilen und mit anderen in Wettstreit zu treten. Sich seine Zeit zu vertreiben und mit anderen beiläufig zu kommunizieren. Man könnte es als virtuelles Gepose mit Unterhaltungsfaktor für alle bezeichnen.

WhatsApp ist hier ganz anders: Es ist mehr als nur ein SMS-Ersatz. WhatsApp ist im ersten Jahr kostenlos und legt den großen Fokus auf private Kommunikation und das alles ohne Schnick-Schnack. Keine Games, keine Werbung und überhaupt nur das Austauschen untereinander. Hier ist Platz für die “unwichtigeren” Dinge im Alltag. Nicht jeder erlebt jeden Tag etwas atemberaubendes, bei dem es sich lohnt, es auf Facebook zu veröffentlichen. Hier kann der Nutzer “ganz privat” mit seinen Mitmenschen kommunizieren.

WhatsApp


Über Michael
Artikel, Tests und die Kommunikation sind Aufgabenbereiche von Michael. Zudem ist sein Part das äußerliche Erscheinungsbild und die Vermarktung der Plattform.

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