Mobile
08.04.2014

Tablets und die Zukunft: Was können wir erwarten?

Was bringt bloß die Zukunft? Viele Fragen sich das, doch gerade im Bereich der Technik werden Fortschritte schneller gemacht, als es vielen lieb ist. Wir haben uns mal getraut ein wenig den Tablet-Markt zu analysieren und wagen eine Prognose für die nächsten Jahre.


Tablets Concept Art

Quelle: Behance

Es ist doch jedes Mal das Gleiche: Lange vor der Veröffentlichung eines neuen Tablets schwirren zahlreiche Konzeptzeichnungen und angeblich geleakte Bilder durch die Netzwelt, die das neue Modell ganz zufällig zeigen. Dabei ist es egal, ob es sich um das nächste iPad, einem neuen Google Nexus Modell oder gar Samsungs nächsten Streich dreht.

Aber eines haben nahezu alle Bilder gemeinsam: Sie sind nicht echt und werden in 98% der Fälle so nicht auf den Markt kommen. Es handelt sich hierbei um Konzepte aus der Fangemeinde oder gar um Mock Ups von Designern, die ihren Enthusiamus gegenüber ihrer Lieblingsmarke zum Ausdruck bringen möchten und dabei die neuesten Geräte “konzipieren”.

Sogar die Qualität der Bilder geht um Welten auseinander. Während teilweise wirklich hochwertige und gute Bilder zu sichten sind, sind andere direkt als Fake und “einfach nur schlecht” abzustempeln. Abseits der zwei Varianten, unterscheidet sich das Bildmaterial auf eine weitere Art und Weise. So gibt es immer wieder die Modelle, die sich an den aktuellen Versionen der Tablets orientieren und diese optimieren (sei es nun dünner mit größerem Display oder besseren Materialien) und die Mock Ups, die sich komplett von den bisherigen Modellen abheben und etwas gänzlich eigenes entwerfen und sich dabei frei von Akku-Problemen oder ähnliche Schwerpunkte machen.

Dabei wurden Tablets schon seit langer Zeit gebaut und wurden stets optimiert. Doch durchgesetzt haben sie sich erst richtig in den letzten vier Jahren, was man auch deutlich an den Absatzzahlen festmachen kann. Weshalb auch in diesem Jahr von einem Gesamtabsatz in Höhe von satten 285 Millionen Tablets die Rede ist – gerade mal so hoch wird die Zahl der PC- und Notebook-Verkäufe zusammen prognostiziert.

Tablet Concept Design

Quelle: Behance

Sind wir ausreichend mit Tablets versorgt?

“Stillstand ist Rückschritt”, sagte schon Rudolf von Bennigsen-Foerder und “Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte,” ergänzte Gustav Heinemann passend.

Obwohl einige Personen befürchten, dass der Tablet-Markt bereits jetzt ausreichend voran geschritten ist und somit mehr als gut bedient wird, ist es dennoch fraglich, ob eine Neuerfindung nicht doch Sinn macht? Gerade im Bezug zu neuen Internettechnologien und Tablet-Konzepten ist hier noch viel Spielraum nach oben, um Geräte weiter voran zu treiben oder gar teilweise neu zu erfinden.

Der Ansturm auf Tablets ist dennoch deutlich zurückgegangen, wie auch Chrystelle Labesque, Research Manager bei IDC Personal Computing, schon feststellte. Doch es gibt noch eine Menge Raum für weiteren Wachstum. Der Markt hat sich noch nicht komplett entfaltet und ist noch nicht wirklich zugänglich für Kinder und ältere Menschen – einfach nur um mal zwei Beispiele zu nennen. Hier kann man sicherlich von einer Vereinfachung in Sachen Bedienung und Handhabung ausgehen. Vor allem aber wird es das Ziel sein, Tablets mehr und mehr dahin zu treiben, dass sie die klassischen PCs und Notebooks gänzlich ersetzen und somit eine vernünftige und im Alltag sinnige Alternative darstellen. Egal ob kombiniert oder nicht.

“Bis vor kurzem hatte man noch ganz klar Szenarien: Entweder man hat am heimischen Rechner gearbeitet oder war unterwegs und griff auf ein Notebook zurück, bei dem man damals glücklich sein konnte, wenn es weniger als 3 kg auf die Waage brachte. Schon jetzt hat man eine unglaubliche Auswahl an Alternativen”, sagte Labeque. „So gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um produktiv und mobil zu sein. Angefangen bei der Tablet-Größe, die keinesfalls in Stein gemeißelt ist,” so Labeque weiter und verweißt auf den Erfolg des Asus Transformer Book T100, das sich um eine Tastatur kinderleicht erweitern lässt.

Ranjit Atwal, Analyst bei Gartner, stimmt hier zu und bestätigt, dass die Tablet-Verkäufe in Zukunft langsamer voran gehen werden. Dennoch ist er der Meinung, dass man unbedingt ein weiteres Endgerät benötigt, um ins Internet zu gehen und das zugleich größer ist als ein Smartphone, aber kleiner als ein Notebook. Weshalb seiner Meinung nach der Tablet-Markt sich noch in Kinderschuhen befindet und hier ein deutliches Potential für Wachstum gegeben ist.

Tablet Concept Mock Up

Quelle: DesignBoom

Gerade im Bezug zum Einsatzort sieht er hier Chancen: So sind momentan die meisten Tablets in den eigenen vier Wänden im Einsatz und lediglich mit Wi-Fi ausgestattet. Die Leute wollen, laut seiner Aussage, die Tablets aber mitnehmen – egal ob sie nun ein Café besuchen oder ins Kino gehen.

Hier ist eine Vernetzung aller Geräte denkbar und anstrebsam: Tablets sollen mit Smartphones, tragbaren Geräten und Fernseher verbunden und vernetzt werden. Informationen, Service und Inhalte sollen immer und überall erreichbar, abrufbar und teilbar sein. Man könnte sich das Gesamte wie einen großen Rechner mit unterschiedlichen Monitoren vorstellen, was einen Einsatz der Cloud-Technologie nicht nur empfehlenswert, sondern schon eher verpflichtend macht.

Tablet Concept Design Mock Up

Quelle: Nak-Design

So könnte man beispielsweise während des Fernsehens eine Benachrichtigung erhalten und am Smartphone den gesamten Text lesen, das Video schauen oder gar am TV die Nachricht öffnen. Das Tablet würde sich in diese vernetzten Geräte einfach optimal einbinden und die Vielfalt der Geräte bestens ergänzen.

“Der Aufbau des Netzwerks aus Geräten hat bereits begonnen und ist im vollen Gange. Wir sind schon jetzt Teil eines großen Informationsflusses. Es wird nur noch eine ganze Menge mehr passieren und alles noch intuitiver und einfacher werden. Man beschafft sich Informationen nicht mehr, sondern man bekommt sie einfach”, sagte Atwal.

Aber natürlich ist hier auch aus Sicht der Leistung und Hardware viel Luft nach oben: Tablets und Smartphones werden leichter, dünner und die Batterieleistung wird stetig zunehmen. Der mobile Datenverkehr treibt den Markt noch zusätzlich an, noch mehr und noch schneller zu wachsen und produktivere sowie bessere Geräte auf den Markt zu bringen. Hier ist die Idee der faltbaren Geräte zu erwähnen, denen Samsung, mit ihren flexiblen OLED Screens auf Basis der YOUM Technologie, schon ein ganzes Stück näher gekommen ist.

Man darf gespannt sein, was sich zukünftig auf dem Markt tut. Doch eines ist klar: Tablets gehören dazu und sind nicht mehr wegzudenken und die Vernetzung zwischen den Geräten wird mehr und mehr zum Thema werden. Doch von einer wahren Innovation ist momentan nicht auszugehen.

Aufmacher © Nak-Design


Über Michael
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Thomas
Freitag, 16.05.2014

für mich wäre die mobile Variante interessant. zu sehen bei *Link gelöscht*
Alles andere ist doch echt nur Spielkram.


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