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08.06.2014

5 Android-Tipps für ein Viren- und Malware-freies System

Manche Android-Apps können euer Smartphone übel verseuchen und schlimmen Schaden anrichten. Damit das gar nicht erst passiert, haben wir euch 5 praktische und einfache Tipps zusammen gestellt, wie ihr zu einem nahezu Virensicheren Android-Smartphone gelangt. Reinschauen!

Es ist kein Geheimnis, dass Android ziemlich freizügig ist. Für böse Buben ist es ein Leichtes, euch virenverseuchte Apps unterzujubeln. Natürlich ist es mit jedem Computersystem möglich. Und wie jedes andere Computersystem hat auch Android Funktionen zur Absicherung. Die meisten von ihnen laufen bereits im Hintergrund, ohne dass ihr etwas dazu tun müsst. Die bösen Buben warten dennoch nur auf eure Freigabe, damit sie mit eurem Handy machen können, was immer sie wollen. Und in der Regel ist das nichts Gutes. Es gibt grundlegende Schritte um sicherzustellen, dass euch der große Ärger erspart bleibt.

Heute verrate ich euch fünf einfache, aber effiziente Tipps, um Virus- und Malware-behaftete Apps von eurem Androiden fernzuhalten.

Unsere 5 Tipps für mehr Sicherheit mit Android

1. Wenn ihr nicht wisst, was es ist oder von wem es entwickelt wurde, installiert es nicht

Es ist wie mit dem Essen. Wenn ihr Herkunft oder Hersteller nicht kennt, solltet ihr es wohl nicht essen.

Es ist nicht ungewöhnlich, E-Mails mit Links zu Apps zu bekommen, die die blinde Installation von .apk-Dateien empfehlen (das ist der Dateityp für Androidanwendungen). Meist kommen sie mit einer E-Mail, oder werden vielleicht mit Spam-SMS verbunden. Oder sogar in verschiedenen Foren im Internet. Und die sind meist so gut getarnt, dass ihr gar nicht erkennen könnt, ob die App gehackt ist oder nicht. Kennt ihr jedoch den Urheber, hilft euch vielleicht unsere Anleitung, wie ihr .apk-Dateien manuell installieren könnt?

Das führt uns zum nächsten Punkt…

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2. Installiert nur von Google Play oder anderen sicheren App Stores

Wo kauft ihr euer Fleisch am liebsten? Von einem Zelt am Straßenrand? Oder aus der Kühltheke in einem Lebensmittelgeschäft eures Vertrauens? Kauft ihr im Letzteren, müsst ihr wohl nicht befürchten, eine Lebensmittelvergiftung zu bekommen.

Was würde ich da empfehlen? Den Amazon App Store zum Beispiel. Es gibt eine größere Auswahl an Apps als im Google Play, aber ihr solltet auch imstande sein, eure Apps sicher und bequem herunterzuladen. Und Amazon hält seine besten Deals immer auf dem Laufenden.

Was solltet ihr vermeiden? Zufällige Downloads im Internet. App Stores, die zu gut scheinen, um wahr zu sein. Solche, die euch hunderte kostenpflichtiger Apps gratis anbieten (solche von der Sorte „Deal des Tages“).

playstore


3. Überprüfung: „Installieren von unbekannten Quellen“

Oh, ja. Es gibt da viel schreckliches Zeug. Die gute Nachricht ist, dass es eine ziemlich einfache Möglichkeiten im Handy gibt, die es davor schützt.

Standardmäßig gibt es in jedem Androidtelefon einen Schutz, der dafür sorgt, dass Anwendungen, die nicht aus dem Google Play Store stammen, vor der Installation überprüft werden. Es ist eine Sicherheitseigenschaft, die erstickende Konkurrenz zu überblicken. Bei dieser Sicherheitsüberprüfung wird euch eine Warnmeldung angezeigt, sollte es eine Anwendung von Außerhalb des Google Play Store versuchen, sich auf eurem Handy niederzulassen.

Um diese Überprüfung abzustellen, geht ihr in eure Sicherheitseinstellungen und deaktiviert den Punkt „Unbekannte Herkunft“. Und ihr werdet es müssen, wenn ihr zum Beispiel Apps aus fremden Stores installieren wollt.

android-apps-google-play


4. Überprüft die App-Berechtigungen

Dieser Teil ist hart. Wir müssen uns zwingen, es auch zu tun. Aber jedes Mal, wenn ihr eine App auf eurem Android installieren wollt, ob von Google Play oder irgendwo anders, werden euch die Berechtigungen angezeigt. Das heißt, sie geben an, was sie alles auf eurem Handy tun wollen und mit eurem Einverständnis dürfen. Vielleicht hat sie Zugang zur Kamera., oder zum Internet. Oder vielleicht registriert sie eure Anschläge, wenn ihr Nachrichten schreibt. Oder sie will eure genaue Position wissen. Oder Zugang zu euren Kontakten. Oder E-Mail senden und erhalten. Ihr seht: Da ist vieles machbar.

Einige davon klingen schreckhafter als andere. Aber sie alle haben ihre Funktion. Tastatur-Apps zählen eure Anschläge. Apps die mit GPS verwendet werden, wollen euren Standort wissen. Wenn eine App E-Mails senden oder ihr damit telefonieren könnt, braucht sie Zugang zu euren Kontakten.

Android Security

Google sollte einen besseren Job machen, um unmissverständlich klar zu machen, wofür die Berechtigungen gedacht sind und warum eine App sie brauchen könnte. Gute App-Entwickler sollten die Gründe in ihren Auflistungen erklären. Aber ihr als Endbenutzer solltet eher wachsam sein. Denn auch der Datenschutz beginnt beim Benutzer selber (50 persönliche Dinge, die Facebook von dir weiß).

Der klassische Fall ist eine App, die auf eurem Homescreen eine Diashow eurer Bilder ablaufen lässt. Braucht sie Zugang zum Internet? Sicher. Braucht sie Zugang zur Kamera? Vielleicht, wenn ihr zwischendurch ein neues Bild in die Diashow einfügen wollt. Muss sie imstande sein, eure Anschläge zu registrieren? Wahrscheinlich nicht.

Solltet ihr dabei Hilfe brauchen, könnt ihr in diversen Android-Foren fragen, oder einfach uns.


5. Android-Virenscanner installieren

Danach werden wir oft gefragt: „Sollte ich eine Antivirus-App auf meinem Telefon verwenden? Nutzt ihr die auch?“

Die meisten von uns hier tun das. Einige nicht. Müssen Sie? Wahrscheinlich nicht. Google scannt alles, was durch den Google Play Store geht. Allerdings sind Virenscanner in der Lage, Apps zu überprüfen, die ihr aus anderen Quellen außer Google geladen habt. Es ist natürlich nicht hundertprozentig sicher. Es gibt einige Beispiele von „unechten“ Antivirus Apps, die von Google Play gekauft werden (wir versichern aber, dass es die Ausnahme und nicht die Regel ist). Und es ist schon häufig vorgekommen, dass Antivirus Apps falsche Ergebnisse geliefert haben.

security-levels

Quelle: http://qz.com/131436/contrary-to-what-youve-heard-android-is-almost-impenetrable-to-malware/

Wenn ihr wirklich auf Nummer sicher gehen wollt, dann ladet euch auf alle Fälle eine Antivirus App. Ich empfehle dabei eine App, die von einem bekannten Hersteller kommt. Bestenfalls eine App, die einige Extraeigenschaften hat, wie zum Beispiel, euer Telefon ausfindig zu machen und zu sperren, falls ihr es verliert. Viele weitere findet ihr aber auch im App Store von Amazon.


Ihr seht, es ist wirklich nicht schwer, um Malware und Viren von eurem Android-Gerät fernzuhalten, egal was euch diese ominösen Stores weißmachen wollen.

Ein letzter Tipp: Wenn ihr Fragen habt… lasst euch helfen! Es gibt viele Foren und wenn die nicht helfen, tun wir das auch gerne!

Über Patrick
Patrick ist hauptverantwortlich für den redaktionellen Part von RIGGED und sorgt dafür, dass ihr immer auf dem neuesten Stand rund um Technik, Mobile und Games seid. Darüber hinaus betreut und bespaßt er die Social Media Kanäle.

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