Hardware
05.01.2013

Gaming Equipment: Wofür überhaupt das Ganze?

Es hat schon etwas von Ironie, dass ich als Redakteur von RIGGED! mir Gedanken darüber mache, wofür wir überhaupt Gaming Equipment brauchen. Ist es sinnvoll, sinnlos oder einfach nur eine nette Spielerei? Brauch man das wirklich? Bringt es was? Spiele ich durch eine Maus mit zwei Millionen DPI etwa besser oder spare ich wirklich Zeit durch 12-Daumentasten an meiner Maus? Fragen über Fragen.


Ich habe nie eine normale “Büro”-Maus im Alltag benutzt. Ich bin verwöhnt in der Hinsicht und habe immer auf “hochwertige” Produkte gesetzt, denn Dinge, mit denen ich viel Zeit verbringe, will ich auch optimal nutzen (können). Das nahezu Beste herausholen und komfortabel unterwegs sein. Während eines Praktikums vor ein paar Jahren, war ich jedoch gezwungen, auch auf normale Peripherie zurückzugreifen und konnte nicht auf mein gewohntes Gaming Equipment zurückgreifen. Stattdessen erwartete mich eine simple Tastatur und eine gefühlte “5 Euro Discounter” Maus, mit denen ich mich zufrieden geben musste. So schlimm war es gar nicht, aber hätte es in einem Spiel wirklich etwas ausgemacht, ob ich nun mit einem Highend Produkt an den Start gehe oder mit dem genannten? Mit Sicherheit. Immerhin kostet Gamer-Ausrüstung nicht nur mehr, sondern gibt auch das Ein oder Andere an die Käufer zurück: Nette Features wie programmierbare Funktionen, Lichtwechsel, DPI-Steuerung, einstellbare Gewichte und vieles mehr.

Gaming: Unser Hobby

Wir verbringen viel Zeit damit und investieren – so wie jeder andere auch – mehr oder weniger viel Geld in unsere liebste Beschäftigung. Wir sind nicht unbedingt Profis und die Wenigsten werden damit ihr Brötchen auf den Teller bringen und dennoch kann man gut und gerne mal dreistellige Summen in eine Maus stecken. Macht das Sinn? Ich glaube darum geht es überhaupt gar nicht. Es geht viel mehr darum, sich von Anderen abzuheben… vom dem langweiligen Otto-Normal-Verbraucher eben… der mit der oben genannten “5 Euro Discounter” Maus seine Zeit am PC verbringt.

Genauso ist es in anderen Bereichen: Der Hobby-Fußballer, der für seine neuen Schuhe mal eben 200 Euro und mehr ausgibt. Der Modellbauer, der für ein Sammlerstück hohe Summen auf die Ladentheke legt, der Fahrradfahrer, der sich ein All-Mountain-Fully im Wert eines Kleinwagens zulegt oder der themenverwandte Konsolenfreak, der in seinen Regalen schon hunderte Spiele bunkert – die Liste könnte man nahezu unendlich weiter führen. Es geht wohl darum sein Hobby zu präsentieren, in welcher Form auch immer und das ist auch gut so.

Extravaganz

Individualität und Besonderheit sind ein wichtiger Bestandteil in dieser Hinsicht für mich. Mäuse, die ihre Farbe wechseln können, Display auf einer Tastatur und Headsets, die uns die Kommunikation mit den Anderen ermöglichen – natürlich alles keine 0-8-15 Geräte. Bloß das nicht! Wäre ja auch verdammt uncool! Nicht, dass ich das alles brauche oder gar besitze.

Ich will nun mit niemanden über Gamer-Mäuse sprechen, die mit drölf-hundert individuellen Tasten (Makros in allen Ehren!) bestückt sind. Davon halte ich nämlich nicht viel. Alles hat seine sinnvollen Grenzen. Was natürlich nicht heißen soll, dass es da draußen nicht auch Leute gibt, die etwas damit anfangen können. Praktisch sind Makros ohne wenn und aber! Einfach mal eine Granate mit der Maustaste werfen oder gar drei Schüsse abgeben. In einem RTS zu einer bestimmten Map-Position springen; natürlich ohne sich die Finger zu verrenken, oder gar sechs Skills in einem MMO automatisiert ausführen. Bequemlichkeit und somit Schnelligkeit ist hier auf jeden Fall ein nennswerter Pluspunkt. Man kann sich an vielen Stellen das Leben einfacher und komfortabler machen! Und wenn das Ding nur den Firefox auf Knopfdruck startet!

Mein Fazit

Ich selbst würde mich als einen Freund von praktischen und netten Funktionen beschreiben und brauche keine übertriebenen Spielereien, 8.000 DPI oder zehn unterschiedliche Profile, mit je 20 Makrotasten, um glücklich zu sein. Dennoch ist Gamer-Ausrüstung für mich kein Diskussionsthema, sondern etwas, das einfach auf meinen Schreibtisch gehört! Es geht mir viel mehr um ein paar nützliche Optimierungen im Zocker- und Büroalltag, aber vor allem auch darum, zu zeigen, was meine Leidenschaft ist.


Über Michael
Artikel, Tests und die Kommunikation sind Aufgabenbereiche von Michael. Zudem ist sein Part das äußerliche Erscheinungsbild und die Vermarktung der Plattform.

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