Film & TV
21.05.2014

1/3: Die 24 aktuell besten Serien im Fokus

Gerade die Zocker unter uns werden dieses Problem kennen. Man hat plötzlich Leerlauf durch Updates seines Lieblings-MMOs oder die Installation eines Programmes dauert mal wieder ewig. Also muss was her, um sich die Langeweile zu vertreiben. Was kommt da gelegener als eine Serie? Aber Sachen, wie The Walking Dead, Breaking Bad oder Dexter, haben wir alles längst schon gesehen. Wenn man mal ein wenig im TV schaut, kommen ewig nur Wiederholungen, oder es wird eine neue Serie beworben, die die breite Masse ansprechen soll. Deshalb haben wir etwas geforscht und für euch 24 eher unbekanntere Serien zusammengestellt, die man sich eventuell mal ansehen könnte. Also eine kleine Exkursion ins Reich der Fernsehwelt serviert nach Art des Hauses.

Banshee

Banshee

Bei der Serie Banshee denkt eigentlich jeder direkt an die alte Frau aus den Hügeln, die einem Menschen den Tod der Familie ankündigt. Aber nicht in der gleichnamigen Serie. Versteht mich nicht falsch, es geht auf jeden Fall um viel Tod, allerdings nicht so mysteriös, wie man vermuten möchte. Neben vielen Toten spielen auch Sex und Drama um den Hauptcharakter Lucas Hood (Antony Starr) eine große Rolle. Eigentlich geht es darum, dass Lucas ein Meisterdieb erster Güte ist und nach langer Zeit endlich aus dem Gefängnis entlassen wird. Kurz darauf schlüpft er die Identität von Lucas Hood, der im amischen Staat Pennsylvania, eigentlich eine Stelle annehmen sollte. Sehr gut für den verurteilten Dieb, seine Ex-Geliebte und Partnerin Ana (Ivana Miličević) hat sich mit den Diamanten dorthin abgesetzt. Der von den beiden betrogene Mafiaboss Mister Rabbit (Ben Cross) will natürlich auch Rache nehmen, denn die Diamanten gehörten einst ihm. Des Weiteren haben wir da noch ein verstoßenes, ehemaliges Mitglied der Amischen: Kai Procter (Ulrich Thomsen). Dieser Mann sorgt in Banshee auch für viel Aufsehen durch illegales Glücksspiel, Bestechung und Drogen. Das alles unter dem Deckmantel einer Fleischverarbeitungs-Firma.

Fazit:

Eine durchaus gelungene Serie, die ihren Start im Pay-TV Sender Cinemax hatte. Sie ist sehr düster und brutal gestaltet. Meiner Meinung nach auf jeden Fall sehr sehenswert. Einziges Manko, die Albträume des Hauptdarstellers Lucas Hood. Sie sind zwar wichtig, um die Hintergrundgeschichte dahinter zu verstehen, aber dennoch mitunter etwas ermüdend. Lucas Charakter ist sehr rau, ohne Gnade und verbissen darauf, seinen Willen durchzusetzen.


Shameless (US)

Shameless (US)

Frank Gallagher (William H. Macy), ein Säufer, Junkie und Tagedieb, wie man sie nur unter Brücken einer jeden Großstadt wiederfindet. Allerdings ist dieser Mann auch noch sechsfacher Familienvater, was ihm und seiner Ex-Frau Monica ziemlich egal ist. Sie verschwindet komplett aus dem Leben der Familie, beziehungsweise taucht in der Serie nur 2-3 mal auf. Also muss Fiona (Emmy Rossum), die älteste Tochter der Familie, sich um alles kümmern. Geld besorgen, einkaufen und die Kinder gut um- und versorgen. Da finanziell natürlich gar nichts geht, müssen die Gallaghers jeden Tag ums nackte Überleben kämpfen. Sie klauen, lügen, betrügen und verarschen die Leute, wo sie nur können.

Fazit:

Es geht hier um die amerikanische Fassung von Shameless, da wirklich jeder, der diese Serie kennt, die englische Vorlage nicht sonderlich toll fand. Dramatische Komödie oder komödiantisches Drama, was es am Ende wirklich ist, entscheidet jeder nach Entsetzungsgrad selbst. Ich war von jeder Staffel bisher begeistert und freue mich riesig auf weitere Folgen dieser grandiosen und zugleich widerwärtigen Serie. So viel Abschaum und abgrundtief böse Menschen, die zu wirklich allen bereit sind, sieht man selten.


Witches of East End

Witches of East End

Eine Frau, zwei Töchter und ihre Schwester. Sie alle sind Hexen und leben friedvoll in den Hamptons. Die zwei Töchter wissen nicht, welche Macht sie eigentlich besitzen und führen ein Leben wie jeder andere auch. Doch das Leben der Vier ändert sich schlagartig, als ein alter Feind der Familie zurückkehrt und sie alle auslöschen möchte. Diese leicht an die Hexenserie Charmed angelehnte Mysterie-Serie stammt aus dem gleichnamigen Bestseller von Melissa de la Cruz. Seit Ende April läuft Witches of East End auf dem deutschen Free-TV Sender SIXX.

Fazit:

Diese Serie ist in meinen Augen eher was für Frauen, die auch Charmed und Buffy mögen. Viel Liebesgedusel und etwas Zauberei ergeben einen perfekten Mix, um den Abend einer Frau mit Sekt und Knabbereien zu füllen. Daher auch für die Männerwelt eher ungeeignet. Sie sollten an solchen Tagen lieber Billard spielen gehen oder sich einen Zombie-Slasher im Kino ansehen.


The Blacklist

The Blacklist

Der Protagonist Raymond „Red“ Reddington, verkörpert durch James Spader, ist ein ehemaliger Agent des amerikanischen Geheimdienstes und mittlerweile einer der meistgesuchten Schwerverbrecher dieser Welt. Eines Tages stellt er sich dem FBI und will kooperieren, allerdings redet er nur mit der Spezialagentin Elizabeth Keen (Megan Boone). Er ist im Besitz einer so genannten “Blacklist”, die er über Jahre hinweg angelegt hat, und hilft damit dem FBI. Terroristen, Waffenschieber und hochrangige, korrupte Offiziere der US Army sind nur ein kleiner Teil der Leute die “Special Agent” Keen dank seiner Hilfe zur Strecke bringen wird. “Red” verfolgt aber auch eigene Ziele mit seinem Vorhaben, welche man erst nach und nach erfahren wird.

Fazit:

Die Serie The Blacklist ist die meiste Zeit über sehr spannend und gibt einem kaum die Luft zum Atmen. Wenn man denkt, es kommt etwas Ruhe in das ganze Geschehen, dann geht der Nervenkitzel auch schon wieder in die nächste Runde. James Spader ist sehr glaubwürdig als Staatsfeind Nummer 1, welcher uns auf die Folter spannt mit all seinen dunklen Geheimnissen. Es ist von meiner Seite her sehr wünschenswert, das diese Serie in die Verlängerung geht.


The Secret Circle

The Secret Circle

Bei The Secret Circle handelt es sich um eine Mystery-Fantasy-Serie, in der es um ein junges Mädchen geht, das in Kalifornien ein ganz normales Leben führt. Als sie bei einem starken Feuer ihre Mutter verliert, muss sie zu ihrer Großmutter nach Chance Harbor in Washington ziehen. Kaum angekommen, findet Cassie recht schnell Anschluss und dadurch auch Freunde. Aber schnell wird klar, dass man irgendwie nur auf sie gewartet hat. Denn Cassie ist das letzte Glied im Kreis eines sechsköpfigen Hexenzirkels. Die Gruppe um Adam, Diane, Melissa, Jake und Cassie hat natürlich einiges zu bestehen. Des Weiteren ist sie bestrebt herauszufinden,  warum der Zirkel überhaupt existiert.

Fazit:

The Secret Circle ist eine klasse Serie für Teenager und Leute, die sich sehr Jung fühlen oder gerne wieder so jung währen. Für normale Erwachsene kann ich sie gar nicht empfehlen. Eine viel zu kunterbunte Glitzerwelt nur mäßig düster verpackt. Daher bekommt die Serie auch einen ungewollt selbstironischen Touch, der eher nervig als unterhaltsam ist.


Marvel´s Agents of S.H.I.E.L.D

Marvel´s Agents of S.H.I.E.L.D

In The Avengers starb er, jetzt ist er wieder zurück, Agent Phil Coulson. Denn er hat noch einige mysteriöse, ungeklärte Fälle zu lösen. Agent Coulson startet damit, sich über die Serie hinweg, ein komplett neues Team aufzubauen. Jeder einzelne dieser neuen Agenten hat natürlich auch besondere Fähigkeiten. In Gastauftritten sieht man immer wieder Figuren aus dem Marvel-Universum, welche den Bezug der Serie zu den Filmen vertiefen.

Fazit:

Agents of S.H.I.E.L.D ist eine Serie mit einer Starbesetzung wie sonst kaum eine andere, bleibt dabei nur zu hoffen, dass sie ihr Potenzial nicht verschwendet. Denn wie aus anderen Filmen bekannt (Blade, Terminator, oder Teen Wolf), geht das ziemlich schnell. Toll gemacht ist unter anderem auch, das die Agents of S.H.I.E.L.D. Serie nicht den Bezug zu den Filmen verliert. So darf man gespannt sein, wenn die Agenten wieder die Welt vor dem Untergang retten.


Low Winter Sun

Low Winter Sun

Bei dem Titel “Low Winter Sun” denken viele an gemütliche Winterspaziergänge durch die aus der Hand von Jack Frost geschaffene winterliche Landschaft. Aber weit gefehlt. Wir befinden uns in Detroit im US-Bundesstaat Michigan. Der Zerfall dieser ist mittlerweile unaufhaltsam und somit steigt auch durch die hohe Arbeitslosigkeit, die Kriminalitätsrate. Drogendealer und korrupte Polizisten gehören zusammen, wie Erdbeeren und Schlagsahne. Wenn es da nicht die Zwei Polizisten, Frank Agnew (Mark Strong, bekannt aus Kick-Ass, Green Lantern oder Zero Dark Thirty) und Joe Geddes ( Lennie James, zuletzt zu sehen in Colombiana, Lockout und The Walking Dead als Robert Hawkins) wären. Denn diese beiden töten den korruptesten aller Polizisten in Detroit. Die fatalen Konsequenzen ihrer Tat werden ihnen erst im weiteren Verlauf der Serie bewusst.

Fazit:

Ein Polizist tötet einen anderen und hat dann viel Ärger am Hals. Das kennt man zwar schon, aber dennoch kann man bei Mark Strong und Lennie James gespannt sein, was sie wirklich daraus machen. Denn Mark ist ein sehr kantiger Typ, der sich gerne mit anderen anlegt und das zu Recht. Lennie James hingegen ist eigentlich eher ein Mitläufer-Typ, der nur das tut, was man ihm sagt. Ob sie es schaffen, sich den Stress vom Hals zu halten, oder ob sie käuflich werden, bleibt im Serien-Verlauf abzuwarten.


Masters of Sex

Masters of Sex

In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts betreibt der Sexualforscher William Masters (Michael Sheen) intensive Forschung des menschlichen Sexualverhaltens. Sein Umfeld steht diesen Forschungen jedoch alles andere als offen gegenüber. Selbst er ist eigentlich ziemlich verklemmt und seiner Frau Libby (Caitlin Fitzgerald) gegenüber kann er sich seine Unfruchtbarkeit nicht eingestehen. Die meiste Hilfe bekommt er von seiner Assistentin Virginia Johnson (Lizzy Caplan), indem sie ihm hilft, Paare zu finden, die bei den Versuchen mitwirken möchten. Der Hauptteil von der Serie Masters of Sex beschreibt eigentlich mehr die sich aufbauende Beziehung der beiden.

Fazit:

„Der Alphahund der Muschimedizin“, so wird Mister Masters salopp genannt von den Damen, die ihn umgeben. Humorvoll wird dieses in den 50er Jahren tabuisierte Thema in Szene gesetzt. Das Bild, welches die Serie in dieser Zeit wieder spiegelt, wird bis ins kleinste Detail beachtet. Es wurde nicht halbherzig eine Kulisse zusammen geschustert und man bekommt den vollen “Fifties-Style” um die Ohren gehauen. Wer Spaß an diese Zeit hat, der wird diese Serie mögen. Auch ich habe mitunter herzhaft gelacht.


Das waren die ersten acht Serien unser 24-teiligen Serienpräsentation. Seid gespannt, wie es im zweiten Teil weiter geht. Bis dahin könnt ihr euch die Wartezeit ja mit einer der bereits vorgestellten Serien versüßen.

Über Michael
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